DAS PARFÜM - DIE GESCHICHTE EINES MÖRDERS (Tom Tykwer)
Facts: Kinobesuch
| Datum: 20.09.2006
| Fassung: Original Kinofassung (OV)
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Meinung (
Auszug Filmreview)
: DAS PARFUM gibt sich alle Mühe die unterschiedlichsten Gerüche visuell umzusetzen, vom schmutzigen Fischmarkt, über dampfende Abfälle bis hin zu frischen Früchten, Unmengen von Rosen und natürlich das eindrucksvolle Duftinventar des Parfumherstellers Baldini. Der Film zeigt fast permanent Bilder, welche bestimmte Geruchsassoziationen beim Betrachter hervorrufen sollen. Darüber hinaus folgt die Kamera unsichtbaren Duftströmungen, schleicht den Gerüchen von Personen oder Objekten sanft nach, schwebt über imaginären Duftwolken, oder fliegt rasant von Geruchsquellen direkt auf extreme Close-Ups der Nase zu, wobei tiefes Einatmen langsam aber stetig die Tonspur für sich vereinnahmt. Regisseur Tom Tykwer (
LOLA RENNT,
DER KRIEGER UND DIE KAISERIN) knüpft mit akribischer
Präzision ein dichtes Netz aus optischen Suggestionen, die eine in sich geschlossene, kinematographische Geruchswelt transportieren, welche für den Betrachter erschließbar ist. Der Film ist ein intensives Experiment in Geruchsvisualisierung, welches die Grenzen des Mediums gekonnt vom scheinbar Möglichen auf das vermeintlich Unmögliche ausdehnt.
DAS PARFUM ist der Film, mit dem das Kino riechen lernt!
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Bewertung: 4,5/5
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