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Alt 30.09.2007, 02:46   #141 (permalink)
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Standard 29. September 2007

STAR TREK VI - DAS UNENTDECKTE LAND
(Star Trek VI: The Undiscovered Country, 1991)
Regie: Nicholas MEYER
Cast: William SHATNER, Leonard NIMOY, DeForest KELLEY, James DOOHAN, Walter KOENIG, Nichelle NICHOLS, George TAKEI ...

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IMDb-Rating: 7.1/10
Meine Bewertung: 4/5




I've never trusted Klingons, and I never will
Nachdem ich heuer bereits meine drei Favoriten der bisherigen STAR TREK Filme (STAR TREK IV: THE VOYAGE HOME, STAR TREK: INSURRECTION, STAR TREK: FIRST CONTACT) gesehen hatte, habe ich zufällig entdeckt, dass heute SciFi meine persönliche Nummer 4 dieser Reihe zeigt: STAR TREK VI: THE UNDISCOVERED COUNTRY. Und als alter Trekkie natürlich eine hervorragende Gelegenheit, meine Erinnerungen wieder mal aufzufrischen.

STAR TREK VI: THE UNDISCOVERED COUNTRY ist der letzte Film, in dem die Originalcrew aus STAR TREK mitspielt. Da die Nachfolgeserie STAR TREK: THE NEXT GENERATION bereits in Vorbereitung war, wurde einige Teile des Sets aus dieser Serie für den Film verwendet. Auch die Gastrolle von Michael DORN deutete den Übergang an.

In STAR TREK VI: THE UNDISCOVERED COUNTRY wurden viele der damals gerade aktuellen politischen Ereignisse eingebunden, immerhin entstand STAR TREK VI: THE UNDISCOVERED COUNTRY gut zwei Jahre nach dem Mauerfall und ein Jahr nach der deutschen Wiedervereinigung sowie dem weltpolitischen Umbruch des Sozialismus im Ostblock. Schon zu Zeiten der Originalserie aus den 60iger-Jahren wurde nicht nur gemunkelt, dass die Klingonen dem russischen Volk nachempfunden worden seien. Die Thematik der Friedensverhandlungen stellte auch den damaligen Umbruch in Russland dar.

Nicht zuletzt aufgrund dieses Zusammenhangs mit der wirklichen Geschichte ist dies einer der besten Filme der STAR TREK Reihe. Aber auch die Inszenierung ist mehr als nur gelungen. Ein wunderbarer Abschluss der Geschichten rund um Kirk, Spock, Scotty und Bones (wie Pille im englischen Original heißt).

Zitat:
Captain's Log, stardate 9529.1. This is the final cruise of the Starship Enterprise under my command. This ship and her history will shortly become the care of another crew. To them and their posterity will we commit our future. They will continue the voyages we have begun, and journey to all the undiscovered countries, boldly going where no man... where no *one* has gone before [Kirk's letzter Logbucheintrag]
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Alt 06.10.2007, 01:19   #142 (permalink)
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Standard 1. Oktober 2007

EINE UNBEQUEME WAHRHEIT
(An inconvenient Truth, 2006)
Regie: Davis GUGGENHEIM
Cast: Al GORE

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IMDb-Rating: 8.2/10
Meine Bewertung: 5/5




Al GORE ist schon lange als Umweltschützer bekannt. Wie aber alle wissen, haben zwar die Vereinigten Staaten das Kyoto-Protokoll unterschrieben, aber nicht ratifiziert. In seinem Präsidentschaftswahlkampf hat GORE versprochen, dem Abkommen zuzustimmen. GORE wurde auch mehrheitlich gewählt, aber ... das ist eine andere bekannte Geschichte. Der Krieg war eben doch wichtiger, als der Kampf gegen die globale Erwärmung.

Kohlendioxid und andere Gase erwärmen die Erdoberfläche auf natürliche Weise, indem sie die Sonnenwärme in der Atmosphäre festhalten. Das ist im Grunde gut, weil dadurch unser Planet bewohnbar bleibt. Durch das Verbrennen von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Gas und Öl sowie durch das Abholzen von Wäldern haben wir jedoch die Menge des Kohlendioxids in der Erdatmosphäre drastisch erhöht, und die Temperaturen steigen an. Die Wissenschaftler sind sich weitestgehend einig, dass die globale Erwärmung eine Tatsache ist. Sie findet bereits statt, und sie ist kein Naturereignis, sondern das Ergebnis unseres Handelns. Die Anzeichen sind überwältigend und lassen sich nicht leugnen. Wir erleben bereits Veränderungen. Gletscher schmelzen, Pflanzen und Tiere werden aus ihren Territorien vertrieben, und die Anzahl schwerer Stürme und Dürreperioden nimmt zu.

Wie manche hier wissen, beschäftige ich mich ja beruflich sehr viel mit dem Thema Umwelt und Verringerung des CO2-Ausstosses. Bin deshalb kein Grüner ... aber um die Umwelt zu schützen, muss man kein Grüner sein. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein in Zeiten wie diesen. Und wir können mit unseren aktuellen und zukünftigen Produkten einen großen Beitrag dazu leisten, diese Welt auch noch für unsere Kinder lebenswert zu erhalten ... aber auch das ist eine andere Geschichte

GORE gelingt es in diesem ausgezeichneten Dokumentarfilm, die Probleme rund um das Weltklima auf einfache Weise und leicht nachvollziehbar darzustellen. Dass ihm genau dieses Vorgehen als Kritik vorgeworfen wurde, kann ich zwar verstehen, aber in keinster Weise nachvollziehen. Wenn ich ein Produkt bestmöglich verkaufen möchte, dann hilft es mir sehr wenig, wenn nur die ausgewiesenen Fachleute meinen Ausführungen oder Produktbeschreibungen folgen können. GORE hält seinen Vortrag auf eine Art und Weise, dass ihm sogar die Dümmsten folgen können (was ja gerade in Amerika oftmals notwendig ist ... diese Anmerkung sei mir gestattet) und trotzdem ist dieser Vortrag so präzise, dass dieser Film eine Pflichtlektüre in jeder Schule sein MUSS.

Natürlich verwendet GORE hin und wieder Worst-Case-Szenarien ... aber sind sie das wirklich??? Auf Basis der herkömmlichen Technik könnte es durchaus richtig sein, dass z.B. das Abschmelzen der westlichen Antarktis einige hundert Jahre dauert. Aber eine Gewissheit dafür gibt es nicht. Und wenn ich an viele Spezialisten denke, welche auch uns zuerst ausgelacht haben, weil sie das in der Schule oder dem Studium nicht gelernt haben ... und nach unserem Nachweis über die Funktionstüchtigkeit unserer Produkte allesamt eines Besseren belehrt wurden. Da kann ich nur hoffen, dass der heutige Stand der Technik bei der Eisschmelze der Antarktis oder der steigenden Anzahl von verheerenden Umweltkatastrophen tatsächlich der Weisheit letzter Schluss ist ... aber allein mir fehlt der Glaube!

Jedenfalls kann ich diesen Film jedem empfehlen ... auch wenn für die Maßnahmen zur Vermeidung des CO2-Ausstosses zu wenig Zeit verwendet wurde.
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Alt 06.10.2007, 02:00   #143 (permalink)
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SPACECENTER BABYLON 5: VERGESSENE LEGENDEN - STIMMEN AUS DEM DUNKEL
(Babylon 5: The Lost Tales - Voices in the Dark, 2007)
Regie: J. Michael STRACZYNSKI
Cast: Bruce BOXLEITNER, Tracy SCOGGINS, Peter WOODWARD, Alan SCARFE, Teryl ROTHERY ...

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Wiki - The Babylon Project
Lurker's Guide to Babylon 5 (Englisch)
Lurker's Guide to Babylon 5 (Deutsch)
IMDb-Rating: 6.2/10
Meine Bewertung: 3,5/5




Ich war dabei, als das dritte Zeitalter der Menschheit begann, zehn Jahre nach dem interstellaren Krieg zwischen den Menschen und den Minbari. Das Babylon-Projekt - ein uralter Traum - war Wirklichkeit geworden. Um weitere Kriege zu verhindern war ein Ort geschaffen worden, an dem Menschen und Außerirdische trotz aller Unterschiede friedlich zusammenleben können. BABYLON 5 ist eine Anlaufstelle für Flüchtlinge, Schmuggler, Geschäftsleute, Diplomaten und andere Reisende aus den verschiedensten Welten. Sie leben umgeben von zweieinhalb Millionen Tonnen Stahl mitten im Weltraum.Es kann ein sehr gefährlicher Ort sein, aber es ist auch die einzige und letzte Hoffnung auf dauernden Frieden. Wir schreiben das Jahr 2258. Dies ist die Geschichte der letzten großen Weltraumstation. Ihr Name ist BABYLON 5.

Es gibt STAR TREK ... es gibt STARGATE ... und es gibt BABYLON 5 ... vielen gefällt eine der Serien, die anderen aber nicht. Ich stehe dazu ... ich bin ein großer Fan von all diesen grandiosen Sci-Fi-Serien. Nicht zuletzt deshalb, weil alle drei gänzlich unterschiedlich sind. Das wunderbare an BABYLON 5 ist, dass eine komplette, durchgängige Geschichte erzählt wird. Schon zu Beginn wurde somit ein 5-Jahre-Handlungsfaden (Der Arc) geplant. Auch wenn innerhalb der einzelnen Seasons immer wieder kleinere, abgeschlossene Geschichten erzählt wurden, so gab es viele Episoden von Beginn an, welche man unbedingt sehen musste, wenn man den Faden nicht verlieren wollte.

BABYLON 5 macht süchtig ... und ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, wie ich die fünf Staffeln auf einen Sitz angesehen habe. Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht über BABYLON 5 sagen ... im Lurkers's Guide to Babylon 5 ist wirklich ALLES zu dieser Serie zu finden

Als J. Michael STRACZYNSKI bekannt gab, dass es wahrscheinlich Fortsetzungen zur Serie BABYLON 5 geben wird, war die Freude unter den Fans rießengroß. Dieses Direct-to-DVD Projekt wurde auch bereits begonnen, wenn auch nicht, wie ursprünglich geplant. THE LOST TALES waren als drei Mini-Filme geplant. Aber da eines der Themen zu komplex wurde, wurden bisher nur zwei Geschichten gedreht, welche uns mit dieser DVD präsentiert wurden. Leider muss ich gestehen, dass es sich zwar um nette Episoden handelt, aber wirklich vom Sessel haben die mich nicht gerissen. Hatte mir doch etwas mehr erwartet.

Aber mit ein wenig Glück könnten ja noch mehrere Episoden folgen ... allerdings machte dies JMS auch vom Erfolg dieser DVD abhängig. Produktionsbeginn für weitere LOST TALES Episoden war für Herbst/Winter 2007 geplant ... leider habe ich darüber aber keine neuen Infos gefunden. Trotz dieser eher durchschnittlichen Episoden würde ich mir weitere DVDs sofort kaufen ... und gehe auch davon aus, dass die weiteren Episoden deutlich besser sein werden. Mal schauen ...
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Geändert von Jurgy (31.01.2008 um 17:17 Uhr)
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Alt 06.10.2007, 20:10   #144 (permalink)
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Standard 5. Oktober 2007

ZODIAC
(Zodiac, 2007)
Regie: David FINCHER
Cast: Jake GYLLENHAAL, Mark RUFFALO, Anthony EDWARDS, Robert DOWNEY JR., John Carroll LYNCH ...

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Zodiac-Briefe
The Crime library - The Zodiac Killer
Film-Review von Eduardo D'Amaro
Diskussionsthread im Forum
IMDb-Rating: 7.9/10
Meine Bewertung: 4,5/5




David FINCHER ist ja bekannt für knallharte und interessante Thriller (FIGHT CLUB, SE7EN, THE GAME, PANIC ROOM) und ebenso für sehr gute Musikvideos (BAD Girl von MADONNA und ENGLISHMAN IN NEW YORK von STING sind wohl zwei bekannte Beispiele). Alle seine bisherigen Filme (bis auf ALIEN³) gehören zu meinen Lieblingsfilmen, womit ich durchaus behaupten kann, dass David FINCHER auch einer meiner Lieblingsregisseure ist.

This is the Zodiac speaking ...
ZODIAC basiert auf einer wahren Begebenheit (stehe ich bekanntlich besonders drauf) und auch die Bücher von Robert GRAYSMITH (im Film dargestellt von Jake GYLLENHAAL) ... ZODIAC und ZODIAC UNMASKED waren eine Grundlage für das Drehbuch von James VANDERBILT. Wer somit einen Film ala FIGHT CLUB oder THE GAME von FINCHER erwartet hat, wird sicherlich enttäuscht gewesen sein. Mit ZODIAC präsentiert FINCHER ein Stück Zeitgeschichte und konzentriert sich dabei aber nicht auf den oder die Täter (was ja bei einem ungeklärten Mordfall äußerst schwierig wäre), sondern auf dessen Jäger. Zum Glück beschränkt sich der Film auch "nur" auf die fünf nachweislich von ZODIAC verübten Morde und geht nicht den vom Täter gelegten Spuren nach. Immerhin hat ZODIAC ja behauptet, 37 Morde begangen zu haben. Der Film hätte sonst wohl einige Stunden länger gedauert und wäre nur mehr ein Wirr-Warr aus verschiedensten Theorien geworden. So aber wurde dies kein typischer Thriller des Ausnahmeregisseurs, sondern eine brilliante, detailverliebte Rekonstruktion der Ereignisse.

... By the way have you cracked the last cipher I sent you?

Zitat:
Eigentlich ist das gar kein Serienkiller-Film, sondern eine Zeitungsgeschichte
... meinte auch FINCHER zu seinem Werk. Damit hat er vollkommen recht und beschreibt den Charakter seines Werkes ziemlich gut. ZODIAC ist eher zu vergleichen mit ALL THE PRESIDENT'S MEN von Alan J. PAKULA, nur dass FINCHER den Film von PAKULA in der Tiefe seiner Untersuchungen und seinem Rekonstruktionsfanatismus übertrifft. (Anmerkung: Was aber wohl auch damit zu tun hat, dass Carl BERNSTEIN und Bob WOODWARD, auf deren Buch ja ALL THE PRESIDENT'S MEN beruht, versprochen hatten, einige Details zu verschweigen. Aber die Wahrheit werden wir ja hoffentlich bald erfahren, da ja zum Thema Deep Throat und Mark FELT 2009 ein Film erscheinen soll, auf den ich mich schon heute freue)

FINCHER geht in ZODIAC aber viel zurückhaltender als gewohnt vor. Es stehen weniger optische Spielereien als Authentizität im Vordergrund. Und dies ist FINCHER und seinem Team mehr als nur gelungen. Es wurden weder Kosten noch Mühen gescheut, um die Originalschauplätze zu rekonstruieren. Auch bei der Musik wollte man absolute Authentizität, allerdings merkte man beim Fertigstellen des Films, dass die gewünschten 40 Originaltitel aus dieser Zeit atmosphärisch nicht passten. David SHIRE (ebenfalls schon aus ALL THE PRESIDENT'S MEN bekannt) wurde engagiert und komponierte 27 Minuten für diesen Film.

This is the Zodiac speaking up to the end of Oct I have killed 7 people. I have grown rather angry with the police for their telling lies about me. So I shall change the way the collecting of slaves. I shall no longer announce to anyone. When I committ my murders, they shall look like routine robberies, killings of anger, + a few fake accidents, etc.

Aber nicht nur dem Fall oder den Originalschauplätzen wurde mit diesem Film ein Denkmal gesetzt, auch die gezeigten Hauptcharaktere kennt man nach dem Film genau. Er zeigt die Menschen hinter dem Fall, die, die einen Teil ihres Lebens für die Aufklärung der Verbrechen verwendeten – und letztlich scheiterten. Und wie so oft holt FINCHER aus seinen Darstellern das Maximum heraus. So verwundert es auch nicht, dass Jake GYLLENHAAL, Mark RUFFALO und vor allem Robert DOWNEY JR. gute bis sehr gute Leistungen abrufen. Mark RUFFALO hatte es mit seiner Rolle des Inspectors David TOSCHI besonders schwer. War doch gerade dieser Charakter Vorlage für eine Vielzahl fiktiver Cops in allerlei Filmen (darunter z.B. DIRTY HARRY von Don SIEGEL). FINCHER zeigte in ZODIAC den wahren Polizisten, der auch nur ein Mensch war, der nicht immer gewinnen konnte.

Zur Höchstnote fehlt doch etwas ... auch wenn ich nicht genau sagen kann WAS! Vielleicht vergleiche ich ZODIAC doch zu sehr mit THE GAME und FIGHT CLUB (beide Filme erhielten von mir ganz klar 5 Punkte) ... und zu wenig mit ALL THE PRESIDENT'S MEN. Was solls ... 152 sehr kurzweilige Minuten über ein sehr interessantes Stück Zeitgeschichte ...
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Geändert von Jurgy (31.01.2008 um 17:17 Uhr)
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Alt 07.10.2007, 13:37   #145 (permalink)
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Standard 6. Oktober 2007

HANNIBAL RISING - WIE ALLES BEGANN
(Hannibal Rising, 2007)
Regie: Peter WEBBER
Cast: Gaspard ULLIEL, Li GONG, Rhys IFANS, Dominic WEST ...

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Diskussionsthread im Forum
IMDb-Rating: 6.0/10
Meine Bewertung: 2,5/5




Peter WEBBER hat sich in diesem Film zwar bemüht, eine Vorlage eines bestenfalls durchschnittlich zu bezeichnenden Schriftstellers (und mehr ist nun mal Thomas HARRIS nicht ... nicht das Buch war verantwortlich für den überraschenden Erfolg von THE SILENCE OF THE LAMBS) erfolgreich umzusetzen, aber mehr als ein durchschnittlicher Film ist dabei nicht herausgekommen. Auch wenn die beiden Hauptdarsteller, Gaspard ULLIEL und Li GONG, durchaus überzeugen können, so reichen diese beiden Darstellungen doch bei Weitem nicht aus, die richtige Spannung zu erzeugen. Einige wunderschöne Einstellungen lassen mich gerade noch zu meiner Bewertung hinreißen ... aber eigentlich hätte ich mir das Geld sparen können.
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Alt 07.10.2007, 14:05   #146 (permalink)
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Standard 6. Oktober 2007

SPIDER-MAN 3
(Spider-Man 3, 2007)
Regie: Sam RAIMI
Cast: Tobey MAGUIRE, Kirsten DUNST, James FRANCO, Thomas Haden CHURCH, Bryce Dallas HOWARD ...

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Film-Review von Eduardo D'Amaro
Diskussionsthread im Forum
IMDb-Rating: 6.6/10
Meine Bewertung: 4/5




Aufgrund zahlreicher, eher durchschnittlicher Reviews habe ich eigentlich von SPIDER-MAN 3 nicht allzuviel erwartet ... wurde aber durchaus positiv überrascht. Sam RAIMI bietet wie gewohnt (immerhin zählen auch zwei seiner Filme außerhalb von SPIDER-MAN, A SIMPLE PLAN und FOR LOVE OF THE GAME, zu meinen Lieblingsfilmen) eine sehr gute Inszenierung und fantastische Bilder. Die bekannten Darsteller aus den beiden ersten Teilen können nahtlos an ihre Leistungen anschließen, aber auch Thomas Haden CHURCH weiß zu überzeugen (seine tiefe Stimme ist für einen Bösewicht geradezu prädestiniert). Nur Bryce Dallas HOWARD, in den Comics ja Peter Parkers erste große Liebe, bleibt etwas blass. Die Actionszenen wissen durchaus zu überzeugen, aber vor allem die Title-Credits haben mir verdammt gut gefallen. Auch eine gute Portion Selbstironie und Humor fehlt nicht. Alles in allem bietet SPIDER-MAN 3 beste Unterhaltung auf gutem Niveau.

SPIDER-MAN würde ja noch genug Potential für einige weitere Filme bieten. Persönlich allerdings hoffe ich, dass man es mit dieser Trilogie belässt. Sämtliche offenen Handlungsstränge wurden mehr als ordentlich beendet und somit wäre Teil 3 eigentlich der perfekte Abschluss einer durchaus begeisternden Trilogie ...

Aber ein Blick auf die Einspielergebnisse der ersten drei Teile reicht um zu wissen, dass man diese Cash-Cow noch ein wenig melken wird ...
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Alt 12.10.2007, 00:32   #147 (permalink)
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Standard 11. Oktober 2007

DER GEHEIMAGENT
(The Secret Agent, 1996)
Regie: Christopher HAMPTON
Cast: Bob HOSKINS, Patricia ARQUETTE, Gerard DEPARDIEU, Christian BALE, Robin WILLIAMS ...

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IMDb-Rating: 5.7/10
Meine Bewertung: 3,5/5




THE SECRET AGENT ist eine Literaturverfilmung von Joseph CONRAD mit einer hochkarätigen Besetzung. Christian BALE, Patricia ARQUETTE, ein brillianter Robin WILLIAMS (als George SPELVIN in den Credits), Gérard DEPARDIEU und Bob HOSKINS überzeugen in dieser "anarchistischen Geschichte von Trostlosigkeit, Verrücktheit und Hoffnungslosigkeit" (Zitat: Joesph CONRAD), welche auf einem realen, terroristischen Anschlag auf das Greenwich Observatorium im Jahr 1894 beruht. Zu jener Zeit war die Wissenschaft als Element des Umbruchs und der Erneuerung beliebtes Ziel terroristischer Aktivitäten.

Das Buch von CONRAD wurde bereits 1936 von Alfred HITCHCOCK unter dem Titel SABOTAGE verfilmt. Während sich HITCHCOCK sehr frei der sehr düsteren und unheilvollen Grundstimmung der Romanvorlage näherte, blieb der englische Dramatiker und Filmregisseur Christopher HAMPTON den Handlungsvorgaben sehr treu. Was aber leider dem Film nicht immer gut tut. HITCHCOCK schaffte es, eine gewisse Spannung in die Geschichte zu bringen, während HAMPTON durch seine lineare Erzählstruktur seine Herkunft vom Theater nur schwer verleugnen. Einige interessante Rückblinden brechen diese Struktur zwar hin und wieder auf, aber ansonsten dominieren die theaterhaften Auftritte des guten Casts.

Alles in allem aber ist THE SECRET AGENT doch ein wenig zu theaterhaft, wenn nicht gar theatralisch, der zwar alle Vorgaben des Romans erfüllt, es aber verabsäumt, das Medium Film für überzeugende Spannungsbögen zu nutzen. Alle Freunde von Joseph CONRAD werden den Film mögen ... alljene, welche sich einen spannenden Agentenfilm erwarten, sollten diesen Film im Regal stehen lassen!
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Alt 13.10.2007, 18:10   #148 (permalink)
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ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT
(Back to the Future, 1985)
Regie: Robert ZEMECKIS
Cast: Michael J. FOX, Christopher LLOYD, Lea THOMPSON, Crispin GLOVER, Thomas F. WILSON, Claudia WELLS ...

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HillValley.de - Die Zurück in die Zukunft Fanseite
IMDb-Rating: 8.2/10
Meine Bewertung: 5/5




BACK TO THE FUTURE lief gestern mal wieder im TV ... und da ich diesen Film schon lange nicht gesehen hatte, fiel mir die Entscheidung über die Gestaltung des gestrigen Abendprogramms leicht.

Über 40 Absagen mussten die Drehbuchautoren Robert ZEMECKIS und Bob GALE erdulden, bis sie endlich ein Studio fanden, welches diesen Film machen wollte. Nur Produzent Steven SPIELBERG hatte wieder mal den richtigen Riecher und war lange Zeit der einzige, der an das Drehbuch glaubte. Der Rest ist bekannt ... Oscar für das beste Original-Drehbuch und ein weltweites Einspielergebnis von über 350 Mio. US-Dollar ... bei einem Budget von nicht mal 20 Mio. US-Dollar!

Die Faszination von BACK TO THE FUTURE beschränkt sich bei mir nicht nur auf die Thematik des Zeitreisens und des genialen Drehbuches sowie dessen perfekte Umsetzung (Robert ZEMECKIS hat mit diesem Film eine brilliante Arbeit abgeliefert), sondern auch auf die Auswahl der Darsteller. Der Kampf um Wunschkandidat Nr. 1 für die Hauptrolle, Michael J. FOX, der auch zu einem verspäteten Drehbeginn führte, war berechtigt. Auch der weitere Cast (übrigens spielten alle ihre älteren wie jüngeren Versionen) konnte durchaus überzeugen, aber Christopher LLOYD als Doc Brown hat alle an die Wand gespielt. Mit seinen wilden und überdeutlichen Gesten hauchte er seiner Figur ein verrücktes, aber glaubhaftes leben ein. Seine Mimik ist einfach genial!

Auch der Soundtrack, für den überwiegend Steven SPIELBERG verantwortlich zeichnet, ist bis heute genial und kann mit vielen anderen großen Werken locker mithalten. Während Alan SILVESTRI den brillianten orchestralen Score schrieb, zeichnete Huey LEWIS für BACK IN TIME und POWER OF LOVE verantwortlich. Zwei Stücke die wohl auch heute noch jeder kennt.

BACK TO THE FUTURE ist Unterhaltungskino in Reinkultur mit der richtigen Mischung aus Witz, Irsinn, Aussage und Spannung. Ein Stück Filmgeschichte, das ich immer wieder gerne sehe und mir nach wie vor extrem gut gefällt!
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Standard 12. Oktober 2007

WAS VOM TAGE ÜBRIG BLIEB
(Remains of the Day, 1993)
Regie: James IVORY
Cast: Anthony HOPKINS, Emma THOMPSON, James FOX, Christopher REEVE, Hugh GRANT ...

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IMDb-Rating: 7.9/10
Meine Bewertung: 4/5




Meine zweite Literaturverfilmung in dieser Woche, diesmal eine Verfilmung des britischen Schriftstellers Kazuo ISHIGURO (die japanische Herkunft kann er nur schwer abstreiten), welche mit dem Booker Prize (dem wichtigsten britischen Literaturpreis) ausgezeichnet wurde. Im Gegensatz zum Buch von Joseph CONRAD (THE SECRET AGENT) habe ich aber REMAINS OF THE DAY noch nicht gelesen.

REMAINS OF THE DAY ist ein Film über die Vergänglichkeit des Lebens, unerfüllte Hoffnungen und verstrichene Chancen ... aber auch um falsches Pflichtgefühl, unangebrachte Loyalität und ideologische Irreleitungen. Anthony HOPKINS mit dieser Rolle des Butlers Stevens zu besetzen, war ein Glücksgriff. HOPKINS liefert eine Glanzleistung, wurde aber auch bestens beraten. Cyril DYKMAN, der pensionierte Chefbutler der englischen Königin, der auf fünfzig Jahre Berufserfahrung im Buckingham Palast zurückblicken konnte, wurde ihm zur Seite gestellt.

Eigentlich ist es bis heute irgendwie unglaublich, dass trotz 8 Oscar-, 8 BAFTA- und 5 Golden-Globe Nominierungen nicht ein einziger, großer Preis für REMAINS OF THE DAY übrigblieb. Aber manchmal kommen eben gute Filme zum falschen Zeitpunkte ins Kino, gegen SCHINDLERS LIST und THE PIANO gabs in diesem Jahr nichts zu holen für IVORY, HOPKINS und Co.
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CLIFFHANGER
(Cliffhanger, 1993)
Regie: Renny HARLIN
Cast: Sylvester STALLONE, John LITHGOW, Michael ROOKER, Janine TURNER, Caroline GOODALL ...

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IMDb-Rating: 6.0/10
Meine Bewertung: 3,5/5




CLIFFHANGER gehört mitunter zu den besten STALLONE Filmen abseits von ROCKY und RAMBO. Gute Unterhaltung, gute Actionszenen, flache Story ...

Zum Hintergrund dieses Films gibts eine interessante Geschichte: Die Dreharbeiten fanden in den Dolomiten (Italien) in der Nähe von Cortina d'Ampezzo statt. Ursprünglich wollte man in den Rocky Mountains drehen, wo der Film auch spielt, doch die Amerikanische Umweltbehörde verweigerte die Drehgenehmigung, weil man durch die Dreharbeiten zu große Umweltschäden erwartete. Die USA waren eben schon immer ein sehr umweltbewusstes Völkchen
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Alt 15.10.2007, 23:52   #151 (permalink)
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Standard 14. Oktober 2007

JOHANNES XXIII. - FÜR EINE WELT IN FRIEDEN
(Il Papa buono, 2003)
Regie: Ricky TOGNAZZI
Cast: Bob Hoskins, Carlo CECCHI, Roberto CITRAN, Fabrizio VIDALE ...

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IMDb-Rating: 7.3/10
Meine Bewertung: 4/5




IL PAPA BUONO aus dem Jahre 2003 zeigt das Leben von Angelo Guiseppe Roncalli ... allen besser bekannt als Papst Johannes XXIII. Von 1881, dem Geburtsjahr des Papstes, bis zu dessen Tod am 3. Juni 1963 spannt Regisseur Ricky TOGNAZZI den Bogen eines Lebens für den Frieden. Mit sparsam eingesetzten Dokumentaraufnahmen verwebt er Dokumente und Fiktion zu einem lebendigen Porträt eines wegweisenden Kirchenmannes. Um der Person des "Guten Papstes" näher zu kommen, wurde mit Marco Roncalli ein Großneffe von Johannes XXIII. für die Mitarbeit am Drehbuch gewonnen.

Der Film von Ricky TOGNAZZI stützt sich weitgehend auf historische Ereignisse. Auch die Geschichte der lebenslangen Freundschaft zwischen Angelo Roncalli, Mattia Carcano und Nicola Catani wurde vom Leben inspiriert. In Roncallis Jahrgang am Priesterseminar in Rom befanden sich Paolo Giobbe, der spätere, von Roncalli ernannte Kardinal Montini und Ernesto Buonaiuti, der Hauptvertreter des italienischen Modernismus, der später exkommuniziert wurde.

Fernab folkloristischer Glorifizierung skizziert TOGNAZZI die Biografie eines den Menschen zugewandten Papstes, der vom britischen Schauspieler Bob HOSKINS mit atemberaubender Authentizität und liebenswerter Schlitzohrigkeit verkörpert wird. Die Musik zu diesem eindrucksvollen Porträt schrieb der italienische Großmeister Ennio MORRICONE.

Zitat:
Johannes XXIII. streicht das Wort "perfid" über die Juden (pro perfidis judaeis) aus dem Karfreitagsgebet und bläst frischen Wind in die verstaubten Strukturen der katholischen Kirche. Mit der Einberufung des Zweiten Vatikanischen Konzils setzt er das größte Ereignis in der Geschichte der Christenheit in Szene und lädt zum ersten Mal Vertreter von 18 nichtkatholischen Kirchen in den Vatikan. Seine Enzyklika "Pacem in Terris" ist die erste offizielle Botschaft eines Papstes, die sich nicht nur an Christen richtet, sondern an "alle Menschen, die guten Willens sind".
[Emanuel Eckardt in Die Zeit, 41/2002]
Ich habe diese Zeit natürlich nicht persönlich miterleben können, aber mit Johannes XXIII. zog ein frischer Wind in den Vatikan ein und das Kapitel Mittelalter wurde endlich beendet. »Papa Buono« nannten ihn die Römer: den »guten Papst«. »Johnny Walker« nannten ihn die Sicherheitsbeamten des Vatikan, nicht etwa weil er dem Whiskey zugesprochen hätte, sondern weil es ihm immer wieder plötzlich in den Sinn kam, dieses oder jenes Krankenhaus zu besuchen, oder irgend ein Gefängnis. Er ließ den Bahnhof des Vatikan wieder öffnen und fuhr in sein Bistum. Er sprach mit den Gärtnern des Vatikan, die es noch von Pius XII. gewohnt waren, unsichtbar zu werden, wenn der Papst in die Nähe kam.

Alle Informationen, welche über diesen Film zu finden sind, beziehen sich auf eine Laufzeit von 103 Minuten. Premiere allerdings hat den Film als Zweiteiler gezeigt mit einer Gesamtlaufzeit von 195 Minuten ... und jede einzelne Minute davon ist wichtig für diesen Film. Bei Interesse an diesem Film kann ich somit nur empfehlen, die Hände von der EuroVideo-DVD wegzulassen.
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Alt 15.10.2007, 23:58   #152 (permalink)
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Standard 15. Oktober 2007

SECHS TAGE SIEBEN NÄCHTE
(Six Days Seven Nights, 1998 )
Regie: Ivan REITMAN
Cast: Harrison FORD, Anne HECHE, David SCHWIMMER, Jacqueline OBRADORS, Allison JANNEY ...

Link zu meiner DVD-Sammlung
Wikipedia
IMDb-Rating: 5.5/10
Meine Bewertung: 3/5




SIX DAYS SEVEN NIGHTS ist eine nette Mischung aus Komödie und Abenteuerfilm. Auch wenn in diesem Film alles vorhersagbar ist, so sorgen einige spaßige Gags und ein guter Cast für eine angenehme Unterhaltung. Nach einem Tag wie diesem tut ein Film, bei dem man nicht denken muss so richtig gut!
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Geändert von Jurgy (15.10.2007 um 23:59 Uhr)
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Alt 24.10.2007, 17:31   #153 (permalink)
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Standard 16. Oktober 2007

OCEAN'S THIRTEEN
(Ocean's Thirteen, 2007)
Regie: Steven SODERBERGH
Cast: George CLOONEY, Brad PITT, Matt DAMON, Al PACINO, Ellen BARKIN, Andy GARCIA ...

Link zu meiner DVD-Sammlung
Wikipedia
Film-Review von Eduardo D'Amaro
Diskussionsthread im Forum
IMDb-Rating: 7.0/10
Meine Bewertung: 4/5




OCEAN'S THIRTEEN schließt sehr gut an Teil 1 an und spielt wieder in Las Vegas, wo diese Filme auch hingehören. So ausgeflippt wie diese Stadt, so ist auch der Film, der seinen größten Unterhaltungswert aus der ständigen ironischen Zwiesprache seines Personals untereinander, den Insiderwitzen und Anspielungen auf die Filmgeschichte bezieht. Am besten funktioniert dies zwischen George CLOONEY und Brad PITT. Gegen das Duo wirkt Matt DAMON als Nummer drei der Superstarliste wie ein unreifer Schuljunge. Aber auch der weitere Cast bekommt wunderbare Möglichkeiten, sich in Szene zu setzen. Al PACINO in die Besetzungsliste aufzunehmen hat sich auch bezahlt gemacht, auch wenn er diesen Bösewicht zwei Sekunden nach dem Aufstehen spielen könnte.

Und das ist es auch, was diesen Film auszeichent: OCEAN'S THIRTEEN lebt von der ungeheuren Präsenz seiner Schauspieler. Der Hauptcast weiß, dass SODERBERGH sie gut aussehen lässt und vertrauen in seine Fähigkeiten.

Neben dem Cast war natürlich auch Steven SODERBERGHs technische Brillanz für den Erfolg ausschlaggebend. Hochglanz-Look gepaart mit einer perfekten Ausstattung und Spielereien mit Handkamera, Collagen und Split Scrrens welche hervorragend mit dem sehr guten Score wirken.

Genauso wenig wie die Stadt, in der dieser Film spielt, so darf man auch OCEAN'S THIRTEEN zu keiner Sekunde ernst nehmen. Auch Las Vegas ist irgendwie unwirklich ... aber trotzdem kann man jede Menge Spaß in der Wüstenstadt haben. Und das hatte ich auch während dieser 117 kurzweiligen Minuten während des Ansehens von OCEAN'S THIRTEEN.
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Alt 27.10.2007, 15:23   #154 (permalink)
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Standard 25. Oktober 2007

BOBBY
(Bobby, 2006)
Regie: Emilio ESTEVEZ
Cast: Harry BELAFONTE, Joy BRYANT, Heather GRAHAM, Anthony HOPKINS, Demi MOORE, Sharon STONE, Helen HUNT, William H. MACY ...

Link zu meiner DVD-Sammlung
Wikipedia
Film-Review von MEMENTO
Diskussionsthread im Forum
IMDb-Rating: 7.3/10
Meine Bewertung: 4/5




Emilio ESTEVEZ ließ sich 10 Jahre Zeit, um nach THE WAR AT HOME bei einem Kinofilm Regie zu führen. Leider ist ESTEVEZ aber nicht einer der großen Regisseure unserer Zeit, denn aus diesem ambitionierten Projekt hätte man noch mehr machen können, als es ESTEVEZ gelungen ist ... was aber in keinster Weise heißen soll, dass der Film schlecht ist ... ganz im Gegenteil!

In dem Episodendrama BOBBY erzählt uns ESTEVEZ das Schicksal verschiedenster, hochkarätig besetzter Charaktere, welche alle scheinbar zufällig zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind. Sehr gut gelungen ist die Idee, Robert F. Kennedy durch Montage in den Film einzubringen – Kennedy wird in Original-Filmausschnitten gezeigt, was BOBBY etwas Halbdokumentarisches gibt. ESTEVEZ präsentiert uns ein Porträt von Lebensgefühl und politischen Problemen der späten 60er Jahre in den USA.

Robert F. Kennedy war bekanntlich ein großer Gegner der Rassendiskriminierung und des Vietnam-Krieges. Viele Amerikaner sahen in ihm die letzte Hoffnung auf Veränderungen und Frieden in den USA. Irgendwie scheint die Zeit mit der Ermordung von Robert F. Kennedy in den USA stehen geblieben zu sein, denn all die politschen Probleme der damaligen Zeit scheinen auch heute noch nicht überwunden zu sein ... aber das ist eine andere Geschichte!

Die Geschichten, welche uns ESTEVEZ rund um die Feierlichkeiten zu Kennedys Wahlsieg präsentiert sind handwerklich solide und basieren auf einem guten Drehbuch, aber da würden mir einige Regisseure einfallen, welche mit diesem Drehbuch und vor allem mit diesem Cast einen herausragenden Film gemacht hätten ... das ist ESTEVEZ leider nicht ganz gelungen.

Beeindruckend ist es aber, dass ESTEVEZ es geschafft hat, für diesen Low-Budget-Film (das kann man bei einem Budget von rund 10 Mio. Dollar und einer Drehzeit von 35 Tagen durchaus behaupten) diesen hervorragenden Cast zu engagieren. Dies mag wohl auch mit der Thematik des Films zusammenhängen. Jedenfalls überzeugt der Cast in jeder Sekunde und trägt neben einem fantastischen Score (die Songauswahl ist großartig) und sehr guten Schnitten viel dazu bei, dass mir der Film trotzdem sehr gut gefallen hat.
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Geändert von Jurgy (27.10.2007 um 15:24 Uhr)
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Alt 27.10.2007, 21:56   #155 (permalink)
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Standard 25. Oktober 2007

ENTGLEIST
(Derailed, 2005)
Regie: Mikael HAFSTRÖM
Cast: Vincent Cassel, Clive OWEN, Jenniger ANISTON, Melissa GEORGE ...

Wikipedia
IMDb-Rating: 6.5/10
Meine Bewertung: 2,5/5




ENTGLEIST ... selten gab es einen treffenderen Titel für einen Film. Aber Vincent CASSEL und vor allem Clive OWEN (einer meiner Lieblingsdarsteller und ich verabsäume bei keiner Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass er der bessere Bond gewesen wäre) machten mich doch neugierig auf den Film ... manchmal ist es aber besser, man belässt es bei der Neugier.

Aufgrund des Casts und des Regisseurs (immerhin schon für ONDSKAN, 2003 mit einer Oscar-Nominierung belohnt) waren eigentlich gute Voraussetzungen für das Hollywood-Debüt von Mikael HAFSTRÖM geschaffen. Aber da gibt es ein kleines Problem ... eine illustre Starriege spielt gegen ein hoffnungslos vorhersehbares Drehbuch an, das nicht eine einzige Überraschung parat hält. Bei einem auf Hochspannung ausgelegten Psycho-Thriller ist das natürlich fatal.

Ein Zitat aus einem deutschsprachigen Review passt perfekt, weshalb ich mir weitere Ausführungen schenken kann:

Zitat:
Alles in allem ist „Entgleist“ ein rechtes Dilemma. Das Setting ist ausgezeichnet, die Atmosphäre stimmt, die Zutaten des Film Noir inklusive Femme Fatale sind vorhanden und nett gespielt ist das Starvehikel auch. Aber immer, wenn das Konstrukt in die Gänge kommen soll, stottert der Genremotor. Das ist sehr schade - bei all dem Talent, das sich zu diesem Film versammelt hat. „Sie sahen es nicht kommen”, lautet die Werbe-Tagline des Verleihs. Der Zuschauer leider schon...
... wie wahr, leider!
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Alt 27.10.2007, 22:46   #156 (permalink)
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Standard 26. und 27. Oktober 2007


24 - SEASON 6
(24, 2006)
Regie: Diverse
Cast: Kiefer SUTHERLAND, Mary LYNN RAJSKUB, James MORRISON, Peter MACNICOL, Jayne ATKINSON, Carlo ROTA, Marisol NICHOLS ...

Link zu meiner DVD-Sammlung
Wikipedia
24 Wiki
Episodenguide
IMDb-Rating: 9.0/10
Meine Bewertung: 4/5




Kiefer SUTHERLAND alias Jack Bauer, die CTU sowie die Administration der USA bekämpfen Terroristen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ... seit 2001 feiert 24 nun schon Erfolge im weltweiten Fernsehen. Auch wenn das Konzept bereits Müdigkeitserscheinungen zeigt, welche sich in Staffel 6 nicht mehr wegleugnen lassen, so hat mich aber auch Staffel 6 wieder in seinen Bann gezogen ... und ich konnte nicht anders, als die gesamte Staffel binnen 30 Stunden anzusehen.

Insgesamt muss man aber auch weiterhin den Autoren und Produzenten Respekt zollen, für deren unermüdlichen Einfallsreichtum ... immer wieder überraschende Wendungen, sehr gute Actionszenen und über beinahe die gesamte Laufzeit bleibt die Spannung aufrecht. Auch wenn man sich bei manchen Intrigen und Verschwörungen denkt, dass man das schon mal gesehen hat ... spannend ist und bleibt es trotzdem.

Die Staffeln 7 und 8 sind ja bereits fix ... und wenn man den Gerüchten rund um Staffel 7 Glauben schenken mag, dann dürfte sich das Konzept ein wenig ändern ... was der Serie sicherlich gut tun wird.

Die siebte Staffel beginnt ...

Spoiler:

... mit einer Senatsanhörung in Washington D.C., bei der sich Jack Bauer für die illegalen Tätigkeiten in der sechsten Staffel verantworten muss. Er wird von dort nicht mehr zur CTU nach Los Angeles zurückkehren, sondern von Washington D.C. aus gegen den Terror agieren. Die CTU wird dabei eine kleinere Rolle spielen als sonst, da Jack den Kampf gegen Terroristen an der Seite der CIA bestreiten wird.

Nicht nur für Jack Bauer, Bill Buchanan und Chloe O’Brian sind bisher Rollen in der siebten Staffel vorgesehen, auch der bereits in der fünften Staffel ermordete Tony Almeida wird wieder zurückkehren und somit praktisch "von den Toten auferstehen". Neu ist auch die Präsidentin, gespielt von Cherry Jones,die Wayne Palmer als Präsident ersetzt, nachdem dieser in Staffel sechs zu schwer verletzt wurde um die Amtsgeschäfte weiterzuführen. John Cassar, einer der Macher der Serie, ließ in Interviews deutlich werden, dass es in dieser Staffel sehr viel schwieriger und emotionaler für Jack werden soll. Außerdem wird es eine neue Art von Bösewicht geben. Jack wird nicht mehr gegen Terroristen kämpfen, sondern soll einen Gegenspieler haben, der etwas Schreckliches getan hat und dies wiedergutmachen möchte ... Tony Almeida??? Aus dem kürzlich erschienen Trailer (mit deutschen Untertiteln) könnte man das jedenfalls denken ... siehe >>>HIER<<<
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Alt 28.10.2007, 17:44   #157 (permalink)
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ZUM AUSZIEHEN VERFÜHRT
(Failure to Launch, 2006)
Regie: Tom DEY
Cast: Matthew MCCONAUGHEY, Sarah Jessica PARKER, Zooey DESCHANEL, Justin BARTHA, Bradley COOPER ...

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IMDb-Rating: 5.6/10
Meine Bewertung: 2,5/5




Weil wir Männer ja soooo lieb zu unseren Frauen sind, ist es eben unerlässlich, hin und wieder eine Romantikkomödie über uns ergehen zu lassen ... gestern war es eben eine Komödie mit dem Titel FAILURE TO LAUNCH. Das soll aber jetzt nicht heißen, dass mir diese Filme gar nicht gefallen ... es gibt schon ein paar gute Romantikkomödien und auch FAILURE TO LAUNCH hat ein paar gute Gags und ist ganz nett anzusehen. Das wars aber auch schon wieder!

Irgendwie wurde die Story wohl von HITCH inspiriert ... nur dass es diesmal nicht um einen Date Doktor ging, sondern um einen weiblichen Berater der Eltern hilft, dass ihre bereits erwachsenen Männer von zu Hause ausziehen. Das Rezept ist bekannt: Love-Story, ein kleines Problemchen mittendrin, Happy-End ... meine Frau war zufrieden ... somit war ich es auch
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Geändert von Jurgy (11.02.2008 um 00:26 Uhr)
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Alt 01.11.2007, 18:18   #158 (permalink)
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Standard 31. Oktober 2007

FIREWALL
(Firewall, 2006)
Regie: Richard LONCRAINE
Cast: Harrison FORD, Virginia MADSEN, Robert PATRICK, Paul BETTANY, Mary Lynn RAJSKUB ...

Link zu meiner DVD-Sammlung
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Film-Review von MEMENTO
Diskussionsthead im Forum
IMDb-Rating: 5.8/10
Meine Bewertung: 3/5




Ein durchschnittlicher Thriller ... hochbesetzt aber mit wenigen Spannungshöhepunkten. Fragt mich aber jetzt bitte nicht, warum ich mir diesen Film gestern bereits zum zweiten Mal angesehen habe. LOST HIGHWAY hätte mir auch schon VOR diesem Film einfallen können ... aber dazu mehr in meinem nächsten Tagebucheintrag ...
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Alt 01.11.2007, 18:40   #159 (permalink)
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Standard 31. Oktober 2007

LOST HIGHWAY
(Lost Highway, 1997)
Regie: David LYNCH
Cast: Bill PULLMAN, Patricia ARQUETTE, Robert BLAKE, Robert LOGGIA, Balthazar GETTY, Jack NANCE ...

Link zu meiner DVD-Sammlung
Wikipedia
IMDb-Rating: 7.5/10
Meine Bewertung: 5/5

All-Time-High




In den nächsten Tagen wird endlich eine würdige VÖ von TWIN PEAKS in meinem Postkasten landen und die Fieberkurve unter den Peak Freaks ist massiv im Steigen. Dieses Fieber ist auch an mir nicht spurlos vorüber gegangen ... ich bin schon wieder infiziert vom David LYNCH Virus. Da kam ein Blick in das Fernsehprogramm des gestrigen Tages ganz recht ... mein Blick fiel auf LOST HIGHWAY ... und schon war alles klar! Ab ins Heimkino ... DVD eingelegt und los gings ... zum wiederholten Male eine Reise in die Mysterien eines Films des Meisters!!!

Zitat:
A 21st Century Noir Horror Film.
A graphic investigation into parallel identity crises.
A world where time is dangerously out of control.
A terrifying ride down the lost highway.
[David LYNCH, 21. Juni 1995]
LOST HIGHWAY ist zurecht in den Top 3 meines persönlichen All-Time-High Rankings und somit für mich der beste Film von David LYNCH. INLAND EMPIRE mag vielleicht noch eine Spur schwieriger zu "erfassen" sein, aber auch zu LOST HIGHWAY gibt es diverseste Interpretationen. Allen Lynchians sind diese Interpretationen sicherlich bekannt und teilweise haben diese beinahe akademischen Charakter (siehe z.B. Robert BLANCHET: Circulus Vitiosus).

Bezüglich der Gesamtkonzeption kann ich der Analyse von Robert BLANCHET auch sehr viel abgewinnen: Dieser beschreibt den Film als Möbiusschleife ... als kreisförmiges Gebilde, das kein Ende kennt, wobei aber nach der Kreisbewegung nicht wieder von vorne begonnen wird, sondern eine Veränderung stattgefunden hat. "They're living the same relationship, but they're living it in two different ways. They're victims in different ways, in both worlds." beschreibt auch LYNCH seinen Film ganz ähnlich.

Die Tagline von CiBy 2000 zum Film lautete A PSYCHOGENIC FUGUE. Ob gewollt oder auch nicht so beschreibt diese Tagline den Film sehr gut ... "psychogen" bedeutet "seelisch bedingt" ... während "Fuge" primär ein musikalischer Begriff ist: Ein Thema setzt ein und wird von einem zweiten abgelöst, während das erste Thema als Kontrapunkt begleitend weiterläuft (siehe auch LYNCH ON LYNCH, S. 319). Allerdings gilt dies wieder nur für die Gesamtkonzeption des Films und nicht als Interpretation einzelner Handlungsstränge. Wäre nur "eine psychogene Fuge" das Problem von Fred, wie könnte man dann eine neue Familie, einen anderen Körper und andere Fingerabdrücke erklären???

Dem Drehbuch hat uns der Meister ein kurzes Vorwort vorangestellt:
Zitat:
LOST HIGHWAY ist die Geschichte eines Killers, der an akuter Schizophrenie leidet. Der Film übernimmt die Perspektive der verschiedenen Persönlichkeiten des Killers. Diese ungewöhnliche Methode wird nach und nach deutlich, während die Geschichte voranschreitet. Auf der offensichtlichsten Ebene ist LOST HIGHWAY die Geschichte eines Mannes, der seine Frau ermordet, weil sie ihn betrügt. Die tieferen Ebenen handeln von der zersplitterten Persönlichkeit des Mörders und decken eine Spanne von Emotionen und Motivationen ab: Wut, Angst, Traurigkeit und Erniedrigung, die alle zusammen zeigen, mit welcher Macht der Verstand in der Lage ist, sich selbst zu täuschen. Der Verstand schaltet sich aus, wenn der Horror des Lebens und der Horror der eigenen Handlungen unerträglich werden.
Und wieder zum Thema Möbiusschleife beschreibt auch Patricia ARQUETTE den Film:
Zitat:
One of my characters is this man's wife, who's always sort of afar, and there's always this...the divorce word is always between them but they never say it. The more he needs her sex, the less she gives him. The more he needs her love, the less she has for him. It's a sort of dead relationship, this cold, adversarily relationship. He kills her and then he recreates himself as this young veral guy and has this girlfriend who needs him and wants to sleep with him and loves him and wants him to save her. But his whole fantasy again turns to shit because he's just a sick man!
Nur eine von vielen Interpretationsansätzen zum Gesamtkontext habe ich versucht ein wenig zu veranschaulichen ... eben jene, welche auch meiner Fantasie am ehesten entspricht. Letztlich ist der Film nur schwer abschließend zu interpretieren, da er eine Vielzahl möglicher Interpretationsansätze bietet. So kann er sowohl psychologisch als Traum-Phantasie und Seelenbild eines unglücklichen Saxophonspielers gelesen werden, wie auch als Mystery- oder Horrorfilm mit „realen“ Ereignissen. Aber in den Worten des Meisters gesagt: Man KÖNNE den Film interpretieren, aber man SOLLE es NICHT tun, sondern ihn in seiner Bildgewalt wirken lassen!

Aber der "normale" Filmseher will eben jedes einzelne Element des Films auf Anhieb verstanden wissen, weshalb die Meisterwerke von David LYNCH auch selten ein breites Publikum finden. Dabei gäbe es so viele Orte, an welche man sich beim Ansehen solch fantastischer Werke begeben könnte, auch ohne die einzelnen Elemente des Films auf den kleinsten gemeinsamen Nenner vereinen und verstehen zu können ...

... die Welt der Irritation
Das Verwirrspiel durch den Verzicht auf logisch aufeinander aufbauender Handlungsschritte und das Spiel mit der zeitlichen Abfolge der Geschichten verlangt vom Zuschauer viel Geduld und Konzentration, aber vor allem den Willen ab, sich auf solch apokalyptische Reisen durch die filmischen Möglichkeiten einzulassen. Dabei geht es David LYNCH aber nicht um Irritation oder Verwirrung, sondern darum das Geheimnis spürbar zu machen und solange wie möglich zu behalten.

... Bildgewalt
Aber auch Freunde von bildgewaltigen Filmen kommen bei LOST HIGHWAY (aber auch bei allen anderen Filmen von David LYNCH) auf ihre Kosten. Die intelligent konstruierten Szenen unterliegen einer eigenen Farbgebung und werden fast immer ins Schwarze abgeblendet. Eine Technik, welche für David LYNCH typisch ist und ansonsten beinahe nicht mehr verwendet wird. Die Kameraführung nimmt ungewöhnliche Positionen ein und bietet dem Zuseher eine sprichwörtliche Draufsicht auf die Charaktere. Und warum David LYNCH schon seit Jahrzehnten mit Mary SWEENEY zusammen arbeitet, sieht man auch in LOST HIGHWAY überdeutlich. Jede Szene ist perfekt geschnitten und ist mit ein Erfolgsgarant für die einzigartige Atmosphäre von Filmen des Meisters.

... fantastischer Score
Auch der Score dient LYNCH immer als Instrument der Inszenierung. Musik wird als Stilelement bewusst eingesetzt und dient bei LYNCH nie der reinen Untermalung. Niemand anderer kann aus einer völlig belanglosen Szene nur mit dem richtigen Toneinsatz einen psychosomatischen Horrortrip erstellen.

... die Charaktere und deren Darsteller
Neben dem einzigartigen Stil von LYNCH, einen Film auf der Leinwand zu präsentieren und wirken zu lassen, so fesseln auch die Figuren von LOST HIGHWAY. Für jeden einzelnen Charakter immer den richtigen Darsteller zu finden ist eine Kunst, welche auch nur wenige beherrschen. David LYNCH gehört hier sicherlich dazu! Bill PULLMAN wurde die Figur des Fred Madison wahrlich auf den Leib geschrieben. Angeblich hatte LYNCH während des Schreibens des Scripts sogar PULLMAN als Darsteller im Kopf ... eine perfekte Entscheidung. Aber auch Patricia ARQUETTE spielt ihre Rolle einfach nur grandios und weiß in jeder Szene (nicht nur äußerlich) zu überzeugen. Und bei seinen Storytellern hat LYNCH sowieso ein goldenes Händchen. War es Michael J. ANDERSON, der als Man From Another Place in TWIN PEAKS überzeugen konnte, so war Robert BLAKE die einzig wahre Möglichkeit, den Mystery Man in LOST HIGHWAY zu spielen.

Man hätte LOST HIGHWAY auch in einem Satz beschreiben können: A complete integration of music, painting, architecture, poetry and drama that fuse to form a spectacle that is grander than the sum of its parts ... aber wer will das schon
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Alt 06.11.2007, 18:49   #160 (permalink)
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E-M@IL FÜR DICH
(You've Got Mail, 1998 )
Regie: Nora EPHRON
Cast: Tom HANKS, Meg RYAN, Greg KINNEAR, Parker POSEY, Heather BURNS, Steve ZAHN ...

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Wikipedia
IMDb-Rating: 6.2/10
Meine Bewertung: 4/5




Hin und wieder ist es keine gute Entscheidung, seiner Frau die Filmwahl zu überlassen. Aber ich hatte Glück ... YOU'VE GOT MAIL ist zwar ein romantischer, aber sehr guter Film. Es hätte viel, viel schlimmer kommen können

YOU'VE GOT MAIL ist die zweite Zusammenarbeit von Tom HANKS und Meg RYAN in einer Romantikkomödie nach SLEEPLESS IN SEATTLE (1993) und beinahe ebenso gut wie dieser. Auch die gleiche Regisseurin zeichnete für diesen Film verantwortlich. Und dass Nora EPHRON gute Romantikkomödien schreiben kann ist seit HARRY & SALLY (1989) ... wie wohl jeder weiß ebenfalls mit Meg RYAN ... bekannt. Aber auch als Regisseurin lieferte sie mit dieser Komödie eine gute Arbeit ab. Tom HANKS und Meg RYAN sind sowieso ein kongeniales Duo ... eigentlich überraschend, dass es nur zwei Filme mit den beiden gegeben hat ...
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Geändert von Jurgy (06.11.2007 um 18:57 Uhr)
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