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DIE BOURNE IDENTITÄT
(The Bourne Identity, 2002) Regie: Doug LIMAN Cast: Matt DAMON, Franka POTENTE, Chris COOPER, Clive OWEN, Brian COX, Julia STILES ... Link zu meiner DVD-Sammlung Wikipedia IMDb-Rating: 7.5/10 Meine Bewertung: 4,5/5 DIE BOURNE VERSCHWÖRUNG (The Bourne Supremazy, 2004) Regie: Paul GREENGRASS Cast: Matt DAMON, Franka POTENTE, Brian COX, Julia STILES, Gabriel MANN, Karl URBAN ... Link zu meiner DVD-Sammlung Wikipedia IMDb-Rating: 7.5/10 Meine Bewertung: 4/5 ![]() ![]() Zum Glück steht meine Frau nicht nur auf Romantikkomödien, sondern ist auch für einen guten Actionfilm immer wieder zu haben ... und da THE BOURNE ULTIMATUM derzeit in aller Munde ist, hab ich diese beiden Filme wieder mal abgestaubt ![]() Ich kann mich noch gut daran erinnern, welche Bedenken ich hatte, als THE BOURNE IDENTITY ins Kino kam. Immerhin gehört die Verfilmung des Romans von Robert LUDLUM mit Richard CHAMBERLAIN und Jaclyn SMITH mit dem gleichnamigen Titel zu meinen Lieblings-Agentenfilmen. Auch wenn mir nach wie vor dieser Zweiteiler von Roger YOUNG besser gefällt als THE BOURNE IDENTITY mit Matt DAMON, so kann man nicht abstreiten, dass dieses Remake sehr gut gelungen ist. Doub LIMAN versteht es, die Actionszenen des Films bewusst und dosiert einzusetzen. So hat man bei jeder dieser Szenen das Gefühl, dass sie etwas Besonderes sind. Auch der gewählte Stil passt mir persönlich sehr. Bis auf ein paar schnelle Schnitte kommt der Film ohne weitere Stilmittel oder der in jüngster Zeit inflationär verwendeter Slow Motion aus. Und natürlich ist gerade THE BOURNE IDENTITY ein Film, den man eigentlich nur in der englischen Originalfassung ansehen kann. Mit viel Liebe zum Detail wurden die verschiedenen europäischen Sprachen in den Film integriert. Das lässt sich in der synchronisierten Fassung einfach nicht retten ... Auch Teil 2 kann sich mehr als nur sehen lassen ... wieder spielte Matt DAMON den kühlen Auftragskiller der CIA ohne (wissende) Vergangenheit sehr gekonnt. Auch die Story passte für diese Fortsetzung, wenn auch nicht so gut wie Teil 1 ... aber das haben die meisten Fortsetzungen so an sich. Aber trotzdem eine Empfehlung: Die Trilogie von Robert LUDLUM sollte man gelesen haben ... Die Änderung der Regie fand ich persönlich nicht unbedingt gut. Paul GREENGRASS brachte seinen Stil in den Film ein und setzte vermehrt auf eine verwackelte Handkamera. Zum richtigen Zeitpunkt und dezent eingesetzt mag das ein durchaus gutes Stilmittel sein ... leider übertreibt es GREENGRASS aber immer wieder. Dann auch noch schnelle Schnitte zu setzen macht das ganze Geschehen ein wenig unübersichtlich. Damit will ich aber nicht sagen, dass die Regiearbeit von GREENGRASS nicht in Ordnung war ... nur mit den Stilmitteln hat er ein wenig übertrieben. Matt DAMON jedenfalls scheint die Rolle des Jason Bourne auf den Leib geschrieben. In beiden Filmen überzeugt er als einerseits willenlose Kampfmaschine, andererseits als Mensch, der damit eigentlich gar nicht mehr leben möchte. In jeder Sekunde nimmt man ihm diesen Charakter zur Gänze ab. Auch Franka POTENTE hat gut zu DAMON gepasst ... die Chemie stimmte zwischen diesen beiden Darstellern. Leider war ihre Rolle dann in Teil 2 zu kurz ... Nach den fantastischen Kritiken von THE BOURNE ULTIMATUM freue mich jedenfalls schon sehr auf Teil 3 ... und irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass es bei Teil 3 bleiben wird. Als Ausgleich zum eher comichaften Bond-Universum (auch wenn ich ein sehr großer Fan von James Bond bin, so ging eben jeder Realitätsbezug verloren) passt der glaubwürdigere Charakter des Jason Bourne doch sehr gut ...
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Geändert von Jurgy (06.11.2007 um 20:07 Uhr) |
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DIE UNBESTECHLICHEN
(The Untouchables, 1987) Regie: Brian DE PALMA Cast: Kevin COSTNER, Sean CONNERY, Andy GARCIA, Robert DE NIRO, Charles Martin SMITH ... Link zu meiner DVD-Sammlung Wikipedia IMDb-Rating: 7.9/10 Meine Bewertung: 5/5 ![]() Isn't that just like a wop? Brings a knife to a gunfight Ein Mafiafilm mit Kevin COSTNER, Sean CONNERY, Andy GARCIA und Robert DENIRO in den Haupt- und Nebenrollen ... schon bei der Besetzung war damals klar, dass dieser Film ein großartiger Erfolg werden würde. Leider habe ich das Buch von Eliot Ness (THE UNTOUCHABLES, 1957) nicht gelesen, aber hauptsächlich basiert dieser Film ja darauf, auch wenn einige Charaktere umbenannt oder verändert wurden. Obwohl der echte Frank Nitti z.B. aller Wahrscheinlichkeit nach niemals selbst einen Mord beging, wird er im Film als eiskalter, psychopathischer Killer dargestellt. Auch wurde im Film Eliot Ness ein Kind angedichtet, welches er zu dieser Zeit aber nicht hatte. Die Geschichte selbst ist jedenfalls extrem interessant und spannend erzählt. Brian DE PALMA leistete bei der Inszenierung des Films ein großartige Arbeit ab. Und da gleich zwei meiner absoluten Lieblingsdarsteller mitspielen, ist und bleibt dieser Film natürlich einer meiner Lieblingsfilme. Nicht zuletzt, weil Sean CONNERY für seine Rolle als Jim Malone, dem „Mentor“ von Eliot Ness, mit dem Oscar für die beste Nebenrolle und einem Golden Globe ausgezeichnet wurde.
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Geändert von Jurgy (06.11.2007 um 20:08 Uhr) |
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SCHLAFLOS IN SEATTLE
(Sleepless in Seattle, 1993) Regie: Nora EPHRON Cast: Tom HANKS, Meg RYAN, Ross MALINGER, Victor GARBER, Bill PULLMAN ... Link zu meiner DVD-Sammlung Wikipedia IMDb-Rating: 6.6/10 Meine Bewertung: 4/5 ![]() Nachdem ich meine Frau an diesem Filmwochenende zu zwei Action- und einem Mafia-Film überreden konnte, blieb mir gar nicht anderes übrig, als auch noch eine weitere Romantikkomödie über mich ergehen zu lassen. Und da sie mit YOU'VE GOT MAIL Lust auf SLEEPLESS IN SEATTLE bekommen hatte und der Alternativ-Film (HOPE FLOATS) einfach nicht akzeptabel war (das tu ich mir dann doch nicht an), gab es nochmals Tom HANKS und Meg RYAN ... wie bereits bei YOU'VE GOT MAIL erwähnt ... es gibt deutlich Schlimmeres ![]() Aber nach einigen Filmen dieses Genres binnen kürzester Zeit brauche ich jetzt doch wieder eine etwas längere Erholungspause ... drei Romantikkomödien binner einer Woche muss man erstmal verdauen
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![]() DESPERATE HOUSEWIVES - Season 2 (Desperate Housewives, 2005) Regie: Diverse Cast: Teri HATCHER, Felicity HUFFMAN, Marcia CROSS, Eva LONGORIA, Nicolette SHERIDAN, Alfre WOODARD, Ricardo Antonio CHAVIRA, Doug SAVANT, Richard BURGI, James DENTON ... Link zu meiner DVD-Sammlung - Box 1 Link zu meiner DVD-Sammlung - Box 2 Episodenguide zu Season 2.1 Episodenguide zu Season 2.2 Wikipedia Wiki - Desperate Housewives IMDb-Rating: 8.1/10 Meine Bewertung: 4/5 ![]() DESPERATE HOUSEWIVES ist für mich DER Überraschungserfolg der letzten Jahre. Der Erfolg von 24 war beinahe vorhersagbar ... gänzlich neues Konzept für eine TV-Serie, massig Action! Auch der Erfolg von LOST war nicht zuletzt aufgrund des hohen Marketingbudgets klar ... aber DESPERATE HOUSEWIVES??? Bekanntlich handelt die Serie von den Erlebnissen der vier Nachbarinnen Susan, Lynette, Bree und Gabrielle und ihren Familien. Sie alle leben in der Wisteria Lane in der fiktiven Stadt Fairview im fiktiven US-amerikanischen Bundesstaat Eagle State. Die einzelnen Geschichten, welche die Freundinnen so erleben sind von einem übergeordnetem Handlungsbogen umgeben. Das Geheimnis von DESPERATE HOUSEWIVES liegt nicht in einem neuen Konzept, sondern IMHO an der Vermischung verschiedenster Genres ... Drama, Comedy, Krimi, Mystery und Seifenopernelemente finden sich in DESPERATE HOUSEWIVES. Noch dazu sind die Hauptdarsteller nahezu perfekt besetzt. Hat mir Season 1 schon sehr gut gefallen, so war Season 2 noch um einen Tick besser ... das allerbeste an der Serie ist für mich jedenfalls Mary Alice Young, welche jede einzelne Episode zu Beginn und am Ende aus dem Off kommentiert. Die Stimme aus dem "Jenseits" bringt eigentlich immer alles perfekt auf den Punkt ... Freunde der Serie wird freuen, dass die Serie sicher bis 2011 laufen wird ... somit werden wir in jedem Fall sieben Staffeln zu sehen bekommen! Und es gibt ja noch genügend Geheimnisse in der Wisteria Lane zu lösen, denn ... hat nicht jede Frau ihr "schmutziges Geheimnis"???
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Geändert von Jurgy (05.12.2007 um 12:12 Uhr) |
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AMERICAN GANGSTER (American Gangster, 2007) Regie: Ridley SCOTT Cast: Denzel WASHINGTON, Russell CROWE, Josh BROLIN, Chiwetel EJIOFOR, Carla GUGINO ... Link zu meiner DVD-Sammlung Wikipedia Film-Review von eXistenZ Diskussionsthread im Forum IMDb-Rating: 8.1/10 (# 185 der IMDb Top 250) Meine Bewertung: 4/5 ![]() Zu meinen Lieblingsgenres zählen Mafiafilme, aber auch Verfilmungen von wahren Begebenheiten ... was gibt es da Schöneres als die Verfilmung einer wahren Mafiageschichte ... noch dazu mit fantastischen Darstellern unter der Regie eines ganz Großen dieser Zunft ... Ridley SCOTT, der (wie ich soeben auf IMDb festgestellt habe) am 30. November 2007 seinen 70. Geburtstag feiert und sich mit AMERICAN GANGSTER wohl selbst ein schönes Geschenk gemacht hat! Die Lebensgeschichte von Frank Lucas, Boss der Drogenmafia in New York zwischen 1968 und 1975, war der Öffentlichkeit nicht wirklich bekannt bzw. wurde kaum wahrgenommen. Zumindest bis am 14. August 2000 im New York Magazine ein Artikel von Mark JACOBSONS mit dem Titel THE RETURN OF SUPERFLY erschien. Die Filmproduzenten erkannten sehr rasch, dass dies ein perfekter Stoff für eine Leinwandadaption wäre ... aber es dauerte dann doch noch sehr lange bis zum finalen Cut. Antoine FUQUA, Brian DE PALMA und Terry GEORGE scheiterten an der Umsetzung und das Projekt drohte zu sterben. Aber bei der Kombination Ridley SCOTT, Steven ZAILLIAN, Denzel WASHINGTON und Russell CROWE konnte dann doch niemand mehr "nein" sagen ... und das war gut so! Ridley SCOTT mag vielleicht mit AMERICAN GANGSTER nicht gänzlich an seine ganz großen Werke wie BLADE RUNNER, ALIEN, BLACK RAIN oder GLADIATOR anschließen können, aber SCOTT liefert mit AMERICAN GANGSTER eine mehr als solide Arbeit ab. Etwas zu detailverliebt würde ich das Ganze bezeichnen, aber bei diesem Film handelt es sich ja um keinen Action- oder Gangsterfilm im ursprünglichen Sinne ... es ist eher eine Charakterstudie und Drama. Aber ein paar Szenen weniger hätten es vielleicht auch getan, denn einige Längen kann man nicht abstreiten. Stilistisch und optisch ist der Film aber erste Sahne, nicht zuletzt dank der wieder einmal hervorragenden Arbeit von Harris SAVIDES hinter der Kamera. Ob THE GAME, FINDING FORRESTER oder ZODIAC ... der Mann weiß ganz genau, wie man mit dem Ding umzugehen hat. Das New York der 70iger Jahre ... einerseits dreckige und düstere Gassen, andererseits übertrieben elegant ... wurde von den beiden perfekt inszeniert und auf die Leinwand transportiert. Über die Darsteller kann man sowieso nur jubeln! Bis in die kleinste Nebenrolle (vor allem Ruby DEE als Mama Lucas und Josh BROLIN als korrupter Cop Trupo muss ich einfach extra erwähnen) perfekt besetzt. Im Gegensatz zu anderen Meinungen empfang ich die Darstellung des Frank Lucas von Denzel WASHINGTON als genial. Von der ersten Sekunde an nimmt man ihm den Charakter des brutalen und erbarmungslosen Gangsters, der aber immer versucht ist, unter dem Radar zu bleiben und ein "normales" Leben zur Schau zu stellen, ab. Auch Russell CROWE kann als (zu?) ehrlicher Cop, der dadurch sogar seine Ehe und die Beziehung zu seinem Sohn aufs Spiel setzt, durchaus überzeugen. Aber wirklich anstrengen haben sich die beiden auch nicht müssen, denn dafür waren die Charaktere zu "einfach" ... zu bekannt waren die Hauptprotagonisten in ihrem Charakter aus anderen Filmen, bis auf den kleinen Unterschied, dass der Mafiaboss diesmal schwarz ist. Auch der Soundtrack wurde sehr gut ausgewählt ... ob nun der Klassiker von Bobby WOMACK (ACROSS 110TH STREET), der auch schon in anderen Filmen sehr gut funktionierte, John Lee HOOKERs NO SHOES oder SAM & DAVE mit dem allseits bekannten HOLD ON I'M COMIN' ... die ausgewählten Songs passen sich perfekt der jeweiligen Stimmung des Films an. Dazu nach eigenwillige Kompositionen von Marc STREITENFELD, welche mir aber nicht sonderlich gut gefallen haben und dem Soundtrack (für sich alleine gestellt) die Höchstpunktezahl verwehren. Diskussionen kann man ja bereits darüber lesen, ob nach Martin SCORSESE der nächste bisher von der Academy übergangene Ausnahmeregisseur endlich seinen verdienten Regie-Oscar empfangen darf. Ausschließen kann man das nicht, auch wenn es wie bei Martin SCORSESE für THE DEPARTED der Preis für den falschen Film wäre. Einen Regieoscar hat sich Ridley SCOTT für AMERICAN GANGSTER nicht verdient ... a bisserl mehr hätte ich mir doch von diesem Film erwartet! Edit (23.1.2008 ): Nachdem gestern die Oscar-Nominierungen von der Academy bekannt gegeben wurden ist auch klar, dass Ridley SCOTT weiterhin auf seinen Regie Oscar warten wird müssen, da AMERICAN GANGSTER (zurecht) mit keiner Nominierung in dieser Kategorie bedacht wurde! Edit (31.3.2008 ): Nachdem ich mir heute die Extended Version von AMERICAN GANGSTER angesehen habe, kann ich meine Meinung vom erstmaligen Ansehen nur unterstreichen. Erstklassiger Genrefilm, der eben nur ein paar Längen aufweist. Die zusätzlichen 18 Minuten bringen auch nicht mehr Erkenntnisse, sind für die Story nicht unbedingt maßgeblich und zeigen nur noch deutlicher, wie Frank Lucas auf die Idee gekommen ist, sämtliche Zwischenhändler auszuschalten. Kinoversion ansehen reicht vollkommen!
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Geändert von Jurgy (01.04.2008 um 19:59 Uhr) |
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DAS BOURNE ULTIMATUM
(The Bourne Ultimatum, 2007) Regie: Paul GREENGRASS Cast: Matt DAMON, Julia STILES, David STRATHAIRN, Scott GLENN, Albert FINNEY, Joan ALLEN ... Link zu meiner DVD-Sammlung Wikipedia Film-Review von MEMENTO Diskussionsthread im Forum IMDb-Rating: 8.3/10 (# 126 der IMDb Top 250) Meine Bewertung: 5/5 ![]() 2007 war wohl das Jahr der "Threequels" ... RUSH HOUR 3, SPIDER-MAN 3, OCEAN 3, SHREK 3, PIRATES OF THE CARIBBEAN 3 ... und vielleicht noch ein paar, welche mir eben nicht einfallen. Waren sogar ein paar ganze gute darunter, aber meistens konnten sie an die ersten Teil nicht anschließen. Nicht so THE BOURNE ULTIMATUM!!! Habe ich Paul GREENGRASS für seine übertrieben eingesetzten Stilmittel in UNITED 93 und THE BOURNE SUPREMAZY noch kritisiert, so passte das diesmal auf den Punkt. In den Actionszenen (und davon gab es in THE BOUNRE ULTIMATUM ja jede Menge) war man durch die Handkamera immer in Augenhöhe mit den Hauptprotagonisten und auch die Schnitte und Zooms passten diesmal perfekt. Da die Charaktere bestens bekannt waren, spielte das dem Regisseur natürlich auch in die Hände ... er konnte von der ersten Sekunde an loslegen, ohne auf eine bedächtige Einführung von Personen wertlegen zu müssen. Die Actionszenen waren sowieso großartig ... ob zu Fuß, mit einem Moped oder dem PKW ... rasant, grandios inszeniert und geschnitten und auch absolut glaubwürdig. GREENGRASS pfeift völlig auf einen konventionellen Storyaufbau und legt sofort los. Weiß heute schon, dass ich alles wegräumen muss, wenn sich meine Frau diesen Film ansieht, sonst verteilt sie die Chips und das Popcorn im ganzen Raum. Adrenalin pur ... von der ersten bis zu letzten Sekunde ... so muss ein perfekter Actionthriller heutzutage aussehen! Aber nicht nur die Actionszenen sind für den Erfolg des Films verantwortlich ... THE BOURNE ULTIMATUM steht und fällt mit der überragenden Performance von Matt DAMON. Wer hätte vor 5 Jahren auch nur Ansatzweise erwartet, dass der Star aus Filmen wie THE RAINMAKER, GOOD WILL HUNTING, DOGMA und THE TALENTED MR. RIPLEY eine von der CIA erschaffene, perfekte Tötungsmaschine so perfekt spielen könne. Doch die Rolle des David Webb alias Jason Bourne ist wie geschaffen für Matt DAMON. Der restliche Cast ist ein netter Aufputz für den Hauptprotagonisten dieses Films, weiß aber ebenfalls (vor allem Joan ALLEN) zu überzeugen. Last but not least muss man auch dem perfekten Score von John POWELL einen Anteil am Erfolg zugestehen. Verdammt ist der gut ... und auch ein absoluter Pflichtkauf! This is where it started for me. This is where it ends THE BOURNE ULTIMATUM ist jedenfalls für mich einer der besten Filme des Jahres und auch der beste Teil dieser Trilogie frei nach den Romanen von Robert LUDLUM. Und man kann wirklich nur hoffen, dass die Aussage von Matt DAMON kein Lippenbekenntnis war, dass es sich hierbei um den letzten BOURNE-Film gehandelt hat: Alle offenen Storylines wurden bestens geschlossen, das Ende ist sowieso absolut perfekt!!!
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Geändert von Jurgy (02.03.2008 um 01:33 Uhr) |
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MR. BROOKS - DER MÖRDER IN DIR
(Mr. Brooks, 2007) Regie: Bruce A. EVANS Cast: Kevin COSTNER, William HURT, Demi MOORE, Dane COOK, Marg HELGENBERGER, Danielle PANABAKER ... Link zu meiner DVD-Sammlung Wikipedia Diskussionsthread im Forum IMDb-Rating: 7.6/10 Meine Bewertung: 4/5 ![]() Während am 23. Oktober 2007 bereits die R1 DVD von MR. BROOKS erschienen ist, kommt dieser grandiose Film erst zu Weihnachten bei uns in die Kinos. Aber eines gleich vorweg: Nicht nur Fans von Kevin COSTNER (und da gehöre ich definitiv dazu) kommen voll und ganz auf ihre Rechnung! Ein absoluter Pflichttermin für alle Freunde des Thrillergenres! Bruce A. EVANS war mir zwar bisher als Produzent und Screenwriter (wofür er immerhin eine Oscar-Nominierung bekam) von STAND BY ME (1986) bekannt, aber als Regisseur??? KUFFS (1992) mit Christian SLATER fand ich dann als weitere Referenz (wenn man einen Film mit einem Rating von 5.2/10 wirklich als Referenz bezeichnen will) auf IMDb. Aber nach dem gestrigen Ansehen dieses tollen Films werde ich diesen Purschen mal ein bißchen im Auge behalten. Grundsätzlich klingt die Story ja nicht wirklich nach etwas gänzlich Neuem: Ein erfolgreicher Unternehmer, kürzlich zum Mann des Jahres von der Handelskammer gewählt, führt ein Doppelleben als Serienkiller. Hinterlässt keine Spuren außer jene, welche er hinterlassen möchte. Bei einem Mord macht er seinen ersten Fehler und bekommt deshalb Probleme. Na und??? Before I was the Thumbprint Killer, Mr. Smith, I killed a lot of people in a lot of different ways MR. BROOKS wäre ein gänzlich einfacher und völlig belangloser Film, wenn sich der Drehbuchautor und Regisseur Bruce A. EVANS diesmal nicht etwas Besonderes hätte einfallen lassen. Wäre es nicht toll, wenn man auch die Gedanken eines Menschen auf die Leinwand transportieren könnte??? In einem Buch lässt sich dies ja relativ einfach mit Worten darstellen und überlässt dem Rest der Fantasie des Lesers. Aber in einem Film??? Monologe mit sich selbst würden wohl ziemlich lächerlich wirken! Und da kommt das Alter Ego von Earl Brooks ins Spiel ... Marshall! Earl Brooks ist nicht schizophren ... das hatten wir ja schon in FIGHT CLUB, dem grandiosen Film von David FINCHER. Earl und Marshall sind sich von Beginn an ihrer beider Existenzen bewusst ... ihrer beiden äußerst unterschiedlichen Existenzen. Während Marshall immer im Hintergrund bleibt und nur in Erscheinung tritt, wenn Earl eine wichtige Entscheidung zu treffen hat, bleibt es gänzlich Earl überlassen, mit der Umwelt zu kommunizieren. Jetzt hätte es aber wieder etwas komisch gewirkt, wenn beide Charaktere von ein und demselben Darsteller gespielt worden wären ... und da kommt neben Kevin COSTNER alias Earl Brooks, William HURT alias Marshall ins Spiel! I don't enjoy killing, Mr. Smith. I do it because I'm addicted to it. Hört sich schräg an??? Ist es vielleicht in den ersten Szenen auch ... aber spätestens nach dem ersten hämischen Grinsen der Beiden ist es damit vorbei! Kevin COSTNER und William HURT laufen in diesem sensationellen Film zur absoluten Höchstform auf. Beide spielen ihre Parts mit einer Selbstverständlichkeit, als wären sie nie etwas anderes gewesen als Earl und Marshall. COSTNER wechselt scheinbar mühelos zwischen dem erfolgreichen Geschäftsmann und liebevollen Familienvater und seinem Alter Ego ... dem skrupellosen Lust-Killer, der keinen Spaß am töten seiner wahllosen Opfer hat, aber einfach süchtig ist danach. Wer jetzt allerdings einen blutigen Thriller erwartet, der sollte sofort seine Hände von diesem Film lassen. Hier geht es nicht um die Tat und die Opfer, sondern um eine Charakterzeichnung. Es muss nicht immer alles blutig und grausam sein ... und das ist auch gut so. Es gibt auch noch einen interessanten Nebenplot im Hause Brooks. Für den Hauptplot eigentlich völlig belanglos, aber für die Beschreibung des zerrissenen Charakters von Earl nicht ganz unwichtig. Leider wurde MR. BROOKS aber kein ganz großer Film. Dies liegt aber nicht an dem großartigen Drehbuch oder an der durchaus guten Regie, sondern leider an der Besetzung der Nebenrollen. Während Demi MOORE (die in letzter Zeit wohl wieder mehrere Engangements erhält ... immerhin der vierte Film in den letzten beiden Jahren ... und schön anzusehen ist sie trotz ihrer fortgeschrittenen Alters auch noch immer) zumindest nicht stört, so fällt Dane COOK als Mr. Smith gänzlich durch. Für diesen nicht ganz einfachen Charakter hätte man einen "wirklichen" Schauspieler nehmen MÜSSEN ... ein Stand-Up-Comedian war wohl mitunter die schlechteste Wahl ... Why do you fight it, Earl? Und da ein wirklich guter Film auch vom Score lebt, kann man auch diesen durchaus lobend erwähnen. Ramin DJAWADI (ASK THE DUST, BLADE: TRINITY) ist mir bisher nicht so aufgefallen, aber der Score zu MR. BROOKS ist sehr gut geworden und passt zu beinahe jeder Szene. Viele sprechen von einem Comeback des grandiosen Kevin COSTNER aus DANCES WITH WOLVES ... dem kann ich nicht ganz zustimmen. Sicherlich waren seine Darbietungen zwischen diesen beiden Filmen nicht immer außergewöhnlich, aber auch Filme wie THE GUARDIAN, THE UPSIDE OF ANGER, OPEN RANGE, THIRTEEN DAYS und vor allem FOR LOVE OF THE GAME haben mir sehr gut gefallen. Jedenfalls erwarte ich mir für Kevin COSTNER, aber auch für William HURT eine Oscar-Nominierung ... alles andere wäre eigentlich ein verschließen der Augen vor einer grandiosen darstellerischen Leistung, die nicht nur im Jahr 2007 seinesgleichen sucht.
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Geändert von Jurgy (12.02.2008 um 01:55 Uhr) |
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DER SCHÜLER GERBER
(Der Schüler Gerber, 1981) Regie: Wolfgang GLÜCK Cast: Gabriel BARYLLI, Eduard LINKERS, Werner KREINDL, Oskar WILLNER, Helmut LANATSCH ... Link zu meiner DVD-Sammlung Wikipedia IMDb-Rating: 8.7/10 Meine Bewertung: 5/5 ![]() Der Roman DER SCHÜLER GERBER HAT ABSOLVIERT (so der Titel der Erstausgabe) ist wohl neben DIE TANTE JOLESCH ODER DER UNTERGANG DES ABENDLANDES IN ANEKDOTEN ("Was ein Mann schöner ist wie ein Aff', ist Luxus") der bekannteste Roman des österreichischen Schriftstellers Friedrich TORBERG. Dieser stark von autobiographischen Zügen geprägte Roman eines tragisch endenden Schülerschicksals, das TORBERG durch zahlreiche Zeitungsberichte von Schülerselbstmorden bestätigt sah, trug dem jungen Wiener spontan literarischen Ruhm ein. Er selbst ist 1927 beim 1. Versuch durchgefallen und erst ein Jahr später für "reif" erklärt worden. TORBERG schrieb diesen Roman als 22-jähriger und hat sich damals wohl nicht gedacht, dass sein Buch über Jahrzehnte zur Pflichtlektüre für alle Oberstufengymnasiasten in Österreich werden sollte. Und sicher viele haben sich gefragt, ob nicht ihr Klassenvorstand eine Ähnlichkeit mit "Gott" Kupfer hat! Aber davor fiel der Roman der Zensur und den Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten zum Opfer und wurde in die Liste der "entarteten Schriftwerke" aufgenommen und verbrannt. Einerseits weil er das Werk eines Juden ist, andererseits weil "kranke, psychisch labile Helden", wie Kurt Gerber einer ist, keinen Platz in der Nazi-Ideologie haben. Bei der Verfilmung zeichnete Wolfgang GLÜCK nicht nur für die Regie, sondern auch für das Drehbuch (gemeinsam mit Werner SCHNEYDER) verantwortlich. Für die Kamera konnte Xaver SCHWARZENBERG gewonnen werden, damals auf dem Höhepunkt seines FASSBINDER-Ruhms. Das Drehbuch zeichnete sich durch absolute Werkstreue aus, nur das Ende wurde leicht verändert (wobei mir persönlich das Buchende besser gefällt). GLÜCK gelang die Umsetzung dieses gehobenen Stücks österreichischer Anklageliteratur, das noch dazu eine hochdramatische unglückliche Liebesgeschichte enthält, absolut perfekt und schnörkellos. Die verwendete Sprache der Protagonisten ist wohltuend im Vergleich zum heute verwendeten Kauderwelsch ... da ist mir ein akademisch eingefärbtes Wienerisch wie in DER SCHÜLER GERBER schon lieber. Gabriel BARYLLI, damals noch nicht der später bekannte Dramatiker aber immerhin schon 24 Jahre alt, überzeugt in der Rolle des Kurt GERBER. Aber wirklich überragend ist Werner KREINDL als Professor Artur "Gott" Kupfer, Professor für Mathematik und Darstellende Geometrie. Zurecht wurde KREINDL mit dem Deutschen Filmpreis in Gold als bester Darsteller ausgezeichnet. Den gleichen Preis hat übrigens auch das Ausstattungsteam erhalten. DER SCHÜLER GERBER ist ein Schülerroman, der bereits 70 Jahre alt ist. Zentral im Schülerleben eines Gymnasiasten bzw. Handelsakademie und HTL-Schülers ist die sich stets wiederholende, doch für jeden Abiturenten einmalige Erfahrung, einer letzten, alles entscheidenden Prüfung. Besteht die Wirklichkeit der Schüler aber nur aus Prüfungen und Prüfungsvorbereitung, oder ist sie die Welt jenseits der Schulmauern? Die Erwachsenen, die es wissen müßten, die Lehrer, versagen: sei es aus Korrektheit, sei es aus Resignation, vor allem aber weil es ihnen an Menschlichkeit mangelt, wie der Klassenlehrer und Mathematikprofessor Artur "Gott" Kupfer ... ein Gott mit beschränkter Haftung bis zur Reifeprüfung. In der Schule hat sich seither vieles verändert. Die Lehrer-Schüler-Beziehung ist persönlicher geworden, es ist zumindest in der Psychologie klar, dass die Schule einen jungen Menschen brechen kann und dass Lehrer ihre Schüler als Menschen sehen sollten ... nicht nur als "Schüler". Es gibt mehr Mitspracherecht der Schüler und Eltern als früher. Auch ein Einspruchsrecht gegen vermeintlich ungerechte Benotung wurde eingeführt. Trotzdem ist der Roman nach wie vor aktuell: Es ist noch immer möglich, dass ein Lehrer einen Schüler psychisch zerstören kann. Es gibt leider noch immer Lehrer wie Prof. Kupfer, die überheblich sind, keinerlei Kontakt zu den Schülern suchen und ihr Fach als das Wichtigste im Leben ansehen ohne Verständnis dafür, dass es für Schüler vielleicht noch anderes als nur "sein Fach" gibt. Andererseits beschränkt sich die Novelle von TORBERG nicht nur auf die Schule. Max BROD (der Freund und spätere Herausgeber der Werke Franz KAFKAs) merkte damals nach dem Lesen des Romans an: Zitat:
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WELCOME IN VIENNA
(Wohin und Zurück - Welcome in Vienna, 1986) Regie: Axel CORTI Cast: Gabriel BARYLLI, Nicolas BRIEGER, Claudia MESSNER, Karlheinz HACKL, Joachim KEMMER ... Link zu meiner DVD-Sammlung IMDb-Rating: 8.0/10 Meine Bewertung: 4/5 ![]() Zitat:
Als die deutsche Wehrmacht kapituliert, trifft Freddy Wolf gerade in Salzburg ein. Er verliebt sich in die Schauspielerin Claudia Schütte, die Tochter eines Wehrmachtsoffiziers, auf dessen Anklage die Amerikaner im Tausch gegen Geheiminformationen verzichten. Als Adler merkt, dass die Amerikaner mit den Besiegten gemeinsame Sache machen und seine politischen Vorstellungen auch in der sowjetischen Besatzungszone nicht zu verwirklichen sind, passt er sich enttäuscht den Machtverhältnissen an. Er wird zum Kulturoffizier ernannt und profitiert vom Schwarzhandel Treschenskys. Mittlerweile haben sich alle mit den neuen Lebensbedingungen abgefunden. Freddy, der Claudia nach Wien gefolgt ist, muss auch dort erkennen, dass er einen schweren Stand zwischen Besatzungssoldaten, Opportunisten, Idealisten und Schiebern hat. Als Claudia ihn schließlich verlässt und sich Adler zuwendet, will Freddy wieder nach Amerika zurück. Doch nach wenigen Metern kehrt er unentschlossen wie eh und je wieder um. WELCOME IN VIENNA ist der dritte Teil der Trilogie WOHIN UND ZURÜCK, nach einem größtenteils autobiografischen Drehbuch des aus Wien gebürtigen Schriftstellers, Journalisten und Filmemachers Georg Stefan TROLLER, der 1938 vor den Nazis durch Europa floh und in die USA emigrierte. Er kehrte 1949 nach Europa zurück und begann, für den Rundfunk zu arbeiten. WELCOME IN VIENNA ist ein Film über die versuchte und gescheiterte Rückkehr von Emigranten, die als amerikanische Soldaten nach dem 2. Weltkrieg in das zerstörte Wien als "Sieger" einziehen. Neubeginn und die Stunde Null hat es 1945 so wenig gegeben wie die öffentliche Übernahme von Schuld und Verantwortung für die nationalsozialistische Vergangenheit. Die Pragmatik des Überlebens zwang zur Anpassung an die Verhältnisse, welche nach den besten Ausgangspositionen für eine künftige gesellschaftliche Stellung suchte. Der Moralist Freddy Wolf, sehr gut dargestellt von Gabriel BARYLLI, der 1938 aus Wien emigrieren musste, findet weder privat noch politisch einen Ort in seiner alten Heimatstadt, wo er leben könnte. Andere wie Adler werden zwar ebenso desillusioniert, aber finden sich mit den Gegebenheiten ab und versuchen das Beste aus der Situation zu machen. Einem Moralisten wie Wolf gelingt dies nicht. Durch die Verwendung von Schwarz-Weiß-Bilder gewinnt der Film quasi dokumentarischen Charakter, der den Zuschauer in die Welt des zerstörten Nachkriegswien hineinnimmt und die Suche der Emigranten nach Identität in ihrer Vielfalt, aber auch in ihrem Scheitern zeigt. Emigration bedeutet Ortlosigkeit, die auch durch Rückkehr in die angestammte Heimat nicht aufgehoben wird. Ob Identität ohne den moralischen Kompromiss und die Verdrängung der Vergangenheit überhaupt möglich ist, bleibt die offene Frage, mit der uns Axel CORTI in WELCOME IN VIENNA zurücklässt. Wer mehr über den Autor Georg Stefan TROLLER und seine Lebensgeschichte erfahren möchte, der findet >>>HIER<<< einen sehr guten Artikel. Leider wurden die beiden ersten Teile dieser Miniserie noch nicht auf DVD veröffentlicht. Über die Veröffentlichungspolitik vom ORF möchte ich hier nicht diskutieren, aber von einer Trilogie zuerst den letzten Teil zu veröffentlichen, ist doch etwas sonderbar! Jedenfalls werde ich meine Augen und Ohren offen halten, um doch in den Genuss der gesamten Trilogie zu kommen.
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LORD OF WAR - HÄNDLER DES TODES
(Lord of War, 2005) Regie: Andrew NICCOL Cast: Nicolas CAGE, Bridget MOYNAHAN, Jared LETO, Ian HOLM ... Link zu meiner DVD-Sammlung Wikipedia Film-Review von Elvira Eleven Diskussionsthread im Forum IMDb-Rating: 7.7/10 Meine Bewertung: 5/5 ![]() Heute habe ich mir mal wieder einen Film "zur Brust" genommen, welchen ich schon lange zu Hause stehen, aber leider immer wieder übersehen habe ... LORD OF WAR. Und wie meistens ärgere ich mich anschließend, dass ich den nicht schon viel früher angesehen hab ... aber auch an dieses Gefühl gewöhnt man sich und werde ich sicherlich noch öfter erleben (müssen). Zitat:
Und diese "satirische Dokumentation" begann bombastisch: Die Titlecredits waren mitunter das Beste, was ich in den letzten Jahren gesehen habe. Und so spannend und interessant wie die Titlecredits und das Thema, welches in LORD OF WAR behandelt wird, schaffte es Andrew NICCOL den Film über die gesamte Laufzeit zu inszenieren. Und obwohl Andrew NICCOL nur vier Monate brauchte, um dieses fantastische Drehbuch zu schreiben, bewundere ich die vielen kleinen, interessanten Details, welche im Film untergebracht wurden. Denn auch wenn DIESE Story nicht unbedingt der Wahrheit entspricht, so basiert doch beinahe jede Szene auf tatsächlichen Ereignissen einer Vielzahl an handelnden Personen ... und man hat sich beinahe bei jedem Namen etwas dabei gedacht, als NICCOL diesen vergab. So teilt Yuri Orlov seinen Namen z.B. mit dem gleichnamigen Menschenrechtsaktivisten aus der ehemaligen Sowjetunion, der auf diese Weise geehrt wird. Mehr zu diesem interessanten Thema, auf welchen Hintergründen dieser Film beruht, findet ihr auf Wikipedia. Auch die Idee, nicht die ganze Geschichte des Waffenhandels, sondern den Protagonisten Yuri Orlov in den Vordergrund zu stellen, war sicher für die Spannung des Films die richtige Entscheidung. Some of the most successful relationships are based on lies and deceit. Since that's where they usually end up anyway, it's a logical place to start. Großartig war auch die Wahl der Besetzung von Nicolas CAGE als Yuri Orlov. CAGE ist gut wie lange nicht mehr. Das Drehbuch gab vor, dass dieser Charakter märchenhaft, charmant und zugleich zynisch sein soll ... und niemand könnte das wohl besser rüberbringen als Nicolas CAGE. Über die gesamte Laufzeit von fast 120 Minuten bleibt CAGE glaubwürdig und eben sarkastisch und ernst zugleich. Jedenfalls hat man selten ein nicht nur politisch hochbrisantes Thema so toll erzählt bekommen. LORD OF WAR ist eine perfekte Kriegssatire und Anklage der großen, angeblich so zivilisierten Nationen dieser Welt. Leider hat sich ganz am Ende ein kleiner Fehler eingeschlichen: China ist nicht unter den fünf größten Waffenexporteueren dieser Welt ... China liegt "nur" an siebenter Stelle hinter den USA, UK, Frankreich, Russland, Deutschland und Kanada ... traurig genug das Ganze!
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Geändert von Jurgy (11.11.2007 um 00:06 Uhr) |
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DIE STUNDE DER PATRIOTEN
(Patriot Games, 1992) Regie: Phillip NOYCE Cast: Harrison Ford, Anne Archer, Patrick BERGIN, Sean BEAN, Samuel L. JACKSON, James Earl JONES ... Link zu meiner DVD-Sammlung Wikipedia IMDb-Rating: 6.8/10 Meine Bewertung: 4,5/5 DAS KARTELL (Clear and Present Danger, 1994) Regie: Phillip NOYCE Cast: Harrison FORD, Willem DAFOE, Anne ARCHER, Joaquim de ALMEIDA, James Earl JONES ... Link zu meiner DVD-Sammlung Wikipedia IMDb-Rating: 6.8/10 Meine Bewertung: 4/5 ![]() ![]() John Patrick „Jack“ Ryan, Codename "Swordsman" (Secret Service) KCVO, ist eine von Thriller-Autor Tom CLANCY erdachte fiktive Figur, die in den meisten seiner Romane vorkommt. Bisher wurden von seinen Jack Ryan Romanen vier verfilmt: THE HUNT FOR RED OCTOBER, PATRIOT GAMES, CLEAR AND PRESENT DANGER sowie THE SUM OF ALL FEARS. Für 2008 ist die Verfilmung von WITHOUT REMORSE geplant. In diesem Roman hat Jack Ryan einen ersten Kurzauftritt, handelt aber hauptsächlich von seinem Vater. PATRIOT GAMES und CLEAR AND PRESENT DANGER waren die zweite und dritte Verfilmung nach THE HUNT FOR RED OCTOBER. Führte bei THE HUNT FOR RED OCTOBER (mit einem grandiosen Sean CONNERY und Alec BALDWIN in der Rolle des Jack Ryan) noch John MCTIERNAN (DIE HARD, DIE HARD: WITH A VENGEANCE, PREDATOR, BASIC) Regie, so zeichnete schon bei PATRIOT GAMES Phillip NOYCE dafür verantwortlich. PATRIOT GAMES wie auch CLEAR AND PRESENT DANGER zeichnen sich durch eine spannende Inszenierung und eine tolle Performance der Hauptdarsteller, vor allem Harrison FORD (in beiden Filmen in der Rolle des Jack Ryan), aus. Beide Filme sind von der ersten bis zur letzten Minute spannend und gefallen mir nach wie vor ausgezeichnet. PATRIOT GAMES ist eine Spur besser und kratzt auch heute noch an der Höchstpunktezahl, welche ich aber noch jeder Jack Ryan Verfilmung verweigert habe. Bei Filme leben auch von einem hervorragenden Score. Auch hier muss ich PATRIOT GAMES hervorheben, denn der Score von CLANNAD ist einfach nur fantastisch. Schon beim Anhören des Themes bekomme ich regelmäßig eine Gänsehaut, aber so richtig weg bin ich spätestens bei THEME FROM HARRY'S GAME ... dieses Lied gehört nach wie vor zu meinen persönlichen All-Time-High-Songs.
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DOPPELMORD
(Double Jeopardy, 1999) Regie: Bruce BERESFORD Cast: Tommy Lee JONES, Ashley JUDD, Bruce GREENWOOD, Annabeth GISH ... Link zu meiner DVD-Sammlung Wikipedia IMDb-Rating: 5.9/10 Meine Bewertung: 4/5 ![]() Dieser gut gemachte Thriller bezieht sich auf den juristischen Grundsatz Ne bis in idem des fünften Zusatzes zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika. Dieser besagt, dass man für ein und dieselbe Tat nur einmal verurteilt werden kann. Entgegen der vielen schlechten Kritiken zu diesen Film gefällt er mir persönlich ausgesprochen gut. Vor allem Ashley JUDD kann (wie so oft) mehr als nur überzeugen. Allerdings ... obwohl sich dieser Film mit Ne bis in idem beschäftigt muss man schon sagen, dass es so wie im Film dargestellt nicht funktionieren würde. Entscheidend ist nämlich nicht nur das WAS, sondern auch das WANN! Würde man tatsächlich zu Unrecht für eine Straftat verurteilt werden und später dann diese Tat wirklich durchführen, dann würde die erste Straftat aufgehoben werden und einem Prozess für die nächste Straftat steht nichts im Wege. Ansonsten ganz gut gemacht und gefällt mir immer wieder gerne!
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EASTERN PROMISES
(Eastern Promises, 2007) Regie: David CRONENBERG Cast: Naomi WATTS, Viggo MORTENSEN, Vincent CASSEL, Armin MUELLER-STAHL ... Link zu meiner DVD-Sammlung Wikipedia Film-Review von Eduardo D'Amaro Diskussionsthread im Forum IMDb-Rating: 7.9/10 Meine Bewertung: 4,5/5 ![]() In die Welt des David CRONENBERG bin ich mit VIDEODROME eingedrungen. Damals nicht, weil ich ein Fan von CRONENBERG, sondern von James WOODS war und bin. Natürlich wurde ich sofort nach diesem Film auf diesen Ausnahmeregisseur aus Kanada aufmerksam. THE FLY, THE DEAD ZONE, DEAD RINGERS, EXISTENZ, SPIDER und A HISTORY OF VIOLENCE folgten (die anderen Filme von CRONENBERG waren doch nicht ganz so meins)! Aber so leicht ich hin und wieder bei 08/15-Filmen geneigt bin, die Höchstnote zu vergeben, so schwer mache ich es den besonderen Regisseuren, diese Bewertung zu erreichen. Ist zwar a bisserl vertrottelt, denn was sind schon Filme wie GHOSTBUSTERS oder INDEPENDENCE DAY gegen EASTERN PROMISES??? Aber so ist das nun mal bei mir ... einerseits lasse ich mich gerne von einer 08/15-Hollywood-Produktion berieseln und vergebe dann schon gerne mal eine hohe Bewertung ... andererseits stehe ich auch auf herausfordernde Werke von Regisseuren wie David LYNCH, Christopher NOLAN, Marc FOSTER, Darren ARONOFSKY, David FINCHER, Alfonso CUARON, Guillermo del TORO oder Alejandro González Iñárritu ... und eben David CRONENBERG. In EASTERN PROMISES zieht David CRONENBERG wieder das volle Register seines Schaffens abseits der Mainstream-Standard-Dramaturgie und liefert uns mit dieser Crime Ballade rund um die russische Mafia in London ein atmosphärisches Meisterwerk. Der Film ist optisch düster ... die Bilder von CRONENBERGs Haus- und Hofkameramann, dem Polen Peter SUSCHITZKY (zeichnete auch schon in A HISTORY OF VIOLENCE, SPIDER, EXISTENZ und weiteren Filmen von CRONENBERG für die Kamera verantwortlich), des "russischen" Londons sind dreckig, kalt ... und wie gewohnt blutig! CRONENBERG zeigt alle Details ... auch wenn es sich um abgetrennte Finger, durchschnittene Kehlen und Blut in Ströhmen handelt! Ein Film für zartbesaitete ist EASTERN PROMISES ganz sicher nicht, aber diese Szenen sind für die Atmosphäre des Films durchaus relevant und wichtig. Im Vordergrund bei EASTERN PROMISES steht nicht eine konsequente Storyline, sondern eine detailgenaue Zeichnung der Charaktere des Films. Dafür bedarf es natürlich auch der richtigen Darsteller ... und da hat man mit Naomi WATTS, Vincent CASSEL, Viggo MORTENSEN und Armin MUELLER-STAHL definitiv die perfekte Wahl getroffen. Naomi WATTS spielt ihren Charakter zwischen Selbstbewusstsein und Naivität bravourös ... was aber nicht anders zu erwarten war. Spätestens seit MULHOLLAND DR. und 21 GRAMS weiß man, was diese grandiose englische Darstellerin kann. Vincent CASSEL hatte mitunter die schwerste Rolle des Films. Die Veränderung vom toughen Unterweltgangster zum naiven Idioten in allen Facetten zu spielen, das gelingt auch nicht jedem. Vincent CASSEL spielt diese Entzauberung seines Charakters aber in jeder Sekunde und Phase grandios. Armin MUELLER-STAHL spielt einen klassischen Paten, wie man ihn eigentlich nur aus THE GODFATHER und ähnlichen Mafia-Filmen kennt: nach außen ein guter Mensch, der in jedem Fall seine Familie zu beschützen versucht ... aber tatsächlich der Mann, der für alle Missetaten verantwortlich zeichnet, auch wenn diese nicht sichtbar gemacht werden, sondern der Phantasie des jeweiligen Betrachters überlassen bleiben. Das bedarf nicht nur einer grandiosen darstellerischen Leistung, sondern auch einer famosen Inszenierung, um diesem Charakter den notwendigen diabolischen Touch zu verleihen. Zwischen Gut und Böse steht der Charakter von Viggo MORTENSEN. Nikolai wirkt von Anfang an zynisch und eiskalt ... und trotzdem schafft es MORTENSEN perfekt dem Zuschauer zu vermitteln, dass sich noch etwas anderes in ihm verbirgt. Und obwohl die Handlung wenig Überraschendes bietet, so schafft es das Drehbuch doch, sogar aus diesem Naheliegenden noch etwas Überraschendes herauszuholen. Die größte Leistung aller Darsteller ist aber der perfekte russische Dialekt während des gesamten Films. Auch das Russisch des Hauptcasts ist fehlerlos ... und das ist keine Selbstverständlichkeit, denn immerhin spielen hier ein Amerikaner, ein Deutscher, ein Franzose, ein Pole und eine Kanadierin waschechte Russen. Auch wenn der Dialekt nicht unbedingt zum Verständnis des Gesprochenen beiträgt, so kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die deutsche Synchronisation da auch nur annähernd mithalten kann. Aber ich lasse mich natürlich gerne eines Besseren belehren und werde mir diesen Film sicherlich auch noch auf Deutsch ansehen. Aber wer den Film nicht in der Originalfassung gesehen hat, der verpasst in jedem Fall etwas! Abgerundet wird das Ganze durch einen schweren, aber hervorragenden Score von Howard SHORE, der die Atmosphäre des Films in den perfekt inszenierten Szenen noch weiter unterstützt. CRONENBERG kratzt mit EASTERN PROMISES schon ganz gewaltig an der Höchstpunktezahl (welche ich ihm bisher IMMER verwehrt habe). Allerdings hatte ich doch nach Ansehen dieses Films das Gefühl, dass mir irgend eine Kleinigkeit gefehlt hat. Auch im Vergleich zu meinen persönlichen Top-5 dieses Jahres (INLAND EMPIRE, EL LABERINTO DEL FAUNO, STAY, THE FOUNTAIN und CHILDREN OF MEN) kann er doch nicht ganz mithalten. Trotzdem könnte es durchaus sein, dass es für diesen Film abseits des Mainstreams nicht nur "kleine" Preise wie den People's Choice Award des Internationalen Filmfestivals von Toronto gibt. Der eine oder andere Darsteller darf wohl schon vorsichtig mit einer Nominierung bei einem der größeren Awards spekulieren.
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Geändert von Jurgy (12.02.2008 um 01:54 Uhr) |
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ZIMMER 1408
(1408, 2007) Regie: Mikael Håfström Cast: John CUSACK, Tony SHALHOUB, Samuel L. JACKSON, Mary MCCORMACK ... Link zu meiner DVD-Sammlung Wikipedia Film-Review von MEMENTO Diskussionsthread im Forum IMDb-Rating: 7.1/10 Meine Bewertung: 3,5/5 ![]() 1408 ist ein weiterer Versuch, eine Geschichte von Stephen KING zu verfilmen. Nicht immer ging das in den mittlerweile über 100 Verfilmungen gut ... aber es gibt auch Filme, die überzeugen konnten und mehr. Immerhin ist THE SHAWSHANK REDEMPTION in meinem persönlichen All-Time-High-Ranking nach wie vor auf Platz 2! Aber auch THE STAND, STAND BY ME, IT, MISERY, THE DEAD ZONE, THE GREEN MILE und THE RUNNING MAN haben mir gut bis sehr gut gefallen. It's an evil fucking room - Gerald Olin 1408 reiht sich in die guten Verfilmungen von Stephen KING durchaus ein, auch wenn die Spannung nicht über die volle Laufzeit gehalten werden kann. Aber Mikael Håfström beweist, dass zu einem guten Film oftmals nur ein Zimmer und ein Darsteller genügt. Die Effekte sind hervorragend gemacht ... das Visual-Effects-Team hat ganze Arbeit geleistet. Even if you leave this room, you can never leave this room! - Room 1408 Überzeugen kann auch John CUSACK in dieser One-Man-Show, auch wenn er in 1408 etwas zum Overacting neigt. Aber auch die weiteren Darsteller fügen sich gut ein, vor allem Samuel L. JACKSON weiß in seinen kurzen Auftritten zu überzeugen. Trotz der guten Inszenierung, der tollen Schnitte und Toneffekte und dem sehr guten Cast bleibt 1408 trotzdem nur ein durchschnittlicher Film. In jedem Fall ist es zu empfehlen, das alternative Ende des Director's Cuts zu sehen ... ist meiner Meinung nach besser als das Ende der Kinofassung
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Geändert von Jurgy (31.01.2008 um 17:16 Uhr) |
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DIE FIRMA
(The Firm, 1993) Regie: Sydney POLLACK Cast: Tom CRUISE, Jeanne TRIPPLEHORN, Gene HACKMAN, Hal HOLBROOK, Terry KINNEY, Ed HARRIS, Holly HUNTER, David STRATHAIRN, Gary BUSEY ... Link zu meiner DVD-Sammlung Wikipedia IMDb-Rating: 6.6/10 Meine Bewertung: 4/5 ![]() THE FIRM war der erste Roman von John GRISHAM, der die Grundlage für einen Kinofilm war ... und es sollte nicht der letzte gewesen sein. THE PELICAN BRIEF (1993), THE KLIENT (1994), A TIME TO KILL (1996), THE CHAMBER (1996), THE RAINMAKER (1997), THE GINGERBREAD MAN (1998 ), RUNAWAY JURY (2003) und einige weitere folgten. Und zumindest die ersten Romane von John GRISHAM galten in Hollywood als todsichere Erfolgsgaranten. Der bekannte Regisseur Sydney POLLACK konnte für THE FIRM aus dem Vollen schöpfen und versammelte eine Starriege, um diesen sehr guten Roman auch bestmöglich auf der Leinwand präsentieren zu können. Die Darsteller wissen bis in die kleinste Nebenrolle zu überzeugen und Sydney POLLACK schafft es trotz der langen Laufzeit von fast 2,5 Stunden bis zum Schluss die Spannung aufrecht zu erhalten. THE FIRM war die erste, aber auch beste Verfilmung eines John GRISHAM Justiz-Thrillers ... aber natürlich gibt es deutlich besser Filme!
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Geändert von Jurgy (18.11.2007 um 20:11 Uhr) |
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DIE PIEFKE-SAGA
(Die Piefke-Saga, 1990) Regie: Wilfried DOTZEL (Teil 1-3), Werne MASTEN (Teil 4) Cast: Brigitte GROTHUM, Dietrich MATTAUSCH, Ferdinand DAUX, Kurt WEINZIERL, Veronika FABER, Tobias MORETTI, Gregor BLOÉB ... Link zu meiner DVD-Sammlung Wikipedia IMDb-Rating: 8.2/10 Meine Bewertung: 4/5 ![]() „Wieviele der neun Geschworenen nennen die Deutschen prinzipiell: Piefke?“ ... war die erste Frage, welche Joachim FUCHSBERGER am 28. August 1982 in seiner TV-Sendung AUF LOST GEHT'S LOS seinen neun Geschworenen stellte! Nicht mal ein Jahr später erschien in der Wiener "Wochenpresse" (Ausgabe 28, 1983) ein Artikel mit dem Titel "Wer braucht die Piefkes?" Mit diesen beiden tatsächlichen Ereignissen und zahlreichen Protestbriefen deutscher Urlauber an diverse Fremdenverkehrsämter bewaffnet war für Felix MITTERER alles völlig klar: Das ist der Stoff für eine Komödie! Die Herkunft des Wortes "Piefke" wurde ja in der FUCHSBERGER-Sendung erklärt. Interessant ist es trotzdem, dass man sogar in einem deutschen Online-Lexikon folgende Definition findet: Zitat:
![]() Aber wenn man manche tatsächlichen Ereignisse betrachtet, dürfen sich die Deutschen auch nicht aufregen. Welches Land außer Deutschland käme auf die Idee, bei einer Wahl zu "Die größten Deutschen" u.a. Wolfgang Amadeus MOZART, Sigmund FREUD oder Lise MEITNER zur Wahl zu stellen? Naja ... wenn die Marmeladinger selber keine Großen im eigenen Land haben, müssen sie sich eben von uns welche ausborgen ![]() De hun i scho' g'fressn, die Reichsdeitschn! Bande, elendige! Ibaråll kemmen sie hin! Nit amål då herobm håt ma sei Ruah! Die filmische Umsetzung der Bücher von Felix MITTERER jedenfalls gelang grandios. Auch die Mischung aus Laiendarstellern und Profischauspielern gelang hervorragend. Natürlich geht es auch um die Untersuchung des Begriffes, des Schimpfwortes "Piefke", und darum, wie sich "typisch" deutsche Urlauber im Ausland aufführen, aber selbstverständlich nicht in der Hauptsache. Man hätte genausogut eine Wiener Familie in Caorle oder eine Innsbrucker Familie am Gardasee zeigen können; die Mechanismen sind immer die gleichen. Es geht um den Massentourismus, um das, was er am Menschen und an der Natur anrichtet, um die Beziehung zwischen "Gast" und "Gastgebern", die sich durch die "Masse" immer schwieriger gestaltet, was dazu führt, dass es manchem überbelasteten Gastgeber lieber wäre, der Gast würde das Geld überweisen und daheimbleiben. Auch haben MITTERER und DOTZEL versucht, für das Fernsehspiel etwas völlig Neues zu versuchen, nämlich völlig wider den dramaturgischen Regeln eine Uneinheitlichkeit der einzelnen Teile. Der erste Teil ist eine Satire, der zweite Teil eine Komödie, der dritte Teil eine Tragikomödie und der vierte und letzte Teil eine Horrorvision zum Totlachen. Gedreht wurde der fiktive Ort Lahnenberg in Mayrhofen im Zillertal. Natürlich war die Entrüstung groß nach der ersten Ausstrahlung dieser TV-Miniserie ... vor allem unter den deutschen Zusehern. MITTERER wurde sogar vorgeworfen, zu der Deutschfeindlichkeit in Österreich einen nicht unerheblichen Anteil beigetragen zu haben. Dabei wird aber gerne vergessen, dass die Handlungen der österreichischen Charaktere genauo kritisch dargestellt werden wie die der deutschen. Alle vier Teile betrachtet findet sogar ein Paradigmenwechsel statt: Während anfangs die Deutschen noch als die Bösen präsentiert und zur Zielscheibe für Spott und Hohn werden, so werden sie mit Fortschreiten der Serie zunehmend zu Opfern der eiskalt taktierenden Tiroler. Ihren entgültigen Abschluss findet diese ironische Wendung im vierten Teil. Da dieser vierte Teil aber nur sehr selten gezeigt wurde (dafür ist hauptsächlich der ORF verantwortlich), konnten sich die meisten Zuschauer natürlich nur über die ersten drei Teile ein Urteil bilden ... und da kann es schon sein, dass sich der eine oder andere Piefke auf den Schlips getreten fühlte ![]() In der jüngsten Vergangenheit fühlt man sich ja beinahe in diese Zeit zurückversetzt und die Satire lebt ... wenn es denn eine ist. Erst im März 2007 drohte z.B. der Züricher Regierungspräsident Elmar Ledergerber unverhohlen, die "Zugbrücke" für einpendelnde Arbeitnehmer aus Deutschland hochzuziehen, wenn der Nachbar im Streit um die Belastungen des Fluglärms nicht nachgebe. Schon zuvor erschienen in zahlreichen Magazinen der Schweiz Stänker-Artikel über die Zuwanderer aus dem "großen Kanton", wie Deutschland in der Schweiz vereinnahmend genannt wird. Doch die Zärtlichkeit, die hinter diesem Begriff aufblitzt, täuscht. Der Ton wird gereizter. Schon gar seit bekannt ist, dass sich im Jahr 2006 21 Prozent mehr Deutsche in der Schweiz niederließen als 2005. Und nicht nur potente Steuerflüchtlinge wie Michael Schumacher, Boris Becker, "Müller-Milch"-Chef Theo Müller oder die offenbar noch gut betuchte Gattin des Milliardenbetrügers Manfred Schmider, die an der Goldküste Zürichs residiert. Auch ganz normale Arbeitnehmer schätzen das durchgängig höhere Gehalt in der Eidgenossenschaft. Ob Arzt oder Bauarbeiter, Pflegehelfer oder Bedienung: Der Franken lockt. Einige Firmen, aber auch Hochschulen und Krankenhäuser geben zu, ohne die Gastarbeiter aus dem Norden kaum mehr auszukommen. Das macht die Deutschen nicht eben sympathischer. Aber auch in Österreich ist es ähnlich, wenn auch der Ton bei uns gegenüber der Schweiz gemäßigter ist. "Marmeladinger" oder "Piefke" hört man zwar nach wie vor (sehr oft), aber da kennt die Schweiz ganz andere Wörter und Ausdrücke. Aber wenn sich für 550 Studienplätze für Medizin an der Universität Innsbruck 447 Österreicher, 86 Südtiroler und 2147 Deutsche bewerben, dann macht auch das die Deutschen bei uns nicht eben sympathischer. Aber während die Deutschen früher als Urlauber zu uns gekommen sind, so wurden sie doch in der Anzahl schon lange von den Russen abgelöst ... und die sind auch um nix besser! Um wieder auf die Ausgangsfrage aus der Wochenpresse von 1983 zurück zu kommen: Wer braucht die Piefkes??? Na WIR ... wer würde uns sonst bei einem entspannten Österreichurlaub das Essen servieren und unsere Betten machen??? So können sich die Zeiten ändern ... Hier ein paar kurze Auszüge aus diesem fantastischen Meisterwerk ... ![]() Szene 1 ... Szene 2 ... Szene 3
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Geändert von Jurgy (07.12.2007 um 02:25 Uhr) |
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#177 (permalink) |
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![]() STARGATE ATLANTIS - SEASON 2 (Stargate Atlantis, 2005) Regie: Diverse Cast: Joe FLANIGAN, Torri HIGGINSON, Rachel LUTTRELL, Paul MCGILLON, David HEWLETT, Jason MOMOA ... Link zu meiner DVD-Sammlung Stargate Wiki Gateworld - Your Complete Guide to Stargate! Diskussionsthread im Forum noch kein IMDb-Rating vorhanden Episodenguide zu Season 2 Meine Bewertung: 4/5 ![]() Die Mission der STARGATE ATLANTIS Crew rund um Dr. Elizabeth Weir alias Torri HIGGINSON und Lt. Colonel John Sheppard alias Joe FLANIGAN geht ja mittlerweile bereits in die 4. Season. Da die Season 2 DVDs aus Holland keinen deutschen Ton hatten und bei uns übermäßig teuer waren, musste ich zwei Jahre warten, bis ich mir Season 2 von STARGATE ATLANTIS ansehen konnte ... aber nun war es soweit!!! Da mein Erinnerungsvermögen zwar vorhanden, aber nicht grenzenlos ist (hab ja in der Zwischenzeit doch den einen oder anderen Film bzw. TV-Serie gesehen), habe ich mir aufgrund des Cliffhangers aus Season 1 auch die letzten beiden Episoden dieser Staffel angesehen. Auch Season 2 ist nach wie vor äußerst interessant und ein verdammt guter Spin-Off meiner Sci-Fi-Lieblingsserie STARGATE SG-1 ... welche ja leider nach Staffel 10 abgesetzt wurde. Auch diese Serie macht süchtig und verlangt nach mehr (und zum Glück hab ich ja Season 3 bereits zu Hause und die ersten Episoden von Season 4 als Stream gespeichert) ... aber hin und wieder ist es auch von Vorteil, wenn nicht jede Episode von der anderen abhängig ist wie z.B. bei 24! Man kann getrost nach einer Episode ausschalten und am nächsten Tag weiterschauen ... aber sogar bei STARGATE ATLANTIS fällt mir das schwer. Natürlich können die Charaktere und vor allem die Darsteller nicht mit der Originalcrew aus STARGATE SG-1 rund um Richard Dean ANDERSON, Michael SHANKS, Christopher JUDGE und Amanda TAPPING mithalten, aber auch Torri HIGGINSON, Joe FLANIGAN, David HEWLETT und Rachel LUTTRELL machen ihre Sache sehr gut. Und vor alle Fans von Amanda TAPPING gibt es ja gute Nachrichten ... in Season 4 ist sie ja öfter zu sehen! Die Stories sind gut geschrieben und vor allem perfekt inszeniert. Die Effekte sind durchwegs gut und auch die Qualität der DVDs ist so, wie man es auch von den STARGATE SG-1 DVDs gewohnt war ... sehr gut! Natürlich gibt es auch immer wieder etwas uninteressante Geschichten ... CONDEMNED sei hier stellvertretend für die eine oder andere etwas schwächere Episode genannt ... aber alles in allem gefällt mir auch diese STARGATE Serie sehr gut. So kann es ruhig weitergehen ... und wird es auch ... denn SciFi-Channel hat bereits Ende Oktober bekannt gegeben, dass es mindestens fünf Staffeln geben wird. 100 Episoden werden wir also in jedem Fall von STARGATE ATLANTIS zu sehen bekommen!
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Geändert von Jurgy (11.12.2007 um 17:27 Uhr) |
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#178 (permalink) |
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HARRY POTTER UND DER ORDEN DES PHÖNIX
(Harry Potter and the Order of the Phoenix, 2007) Regie: David YATES Cast: Daniel RADCLIFFE, Emma WATSON, Rupert GRINT, Gary OLDMAN, Helena BONHAM CARTER, Ralph FIENNES ... Link zu meiner DVD-Sammlung Wikipedia Film-Review von Eduardo D'Amaro Diskussionsthread im Forum IMDb-Rating: 7.5/10 Meine Bewertung: 3,5/5 ![]() Die HARRY POTTER-Reihe der Autorin Joanne Kathleen ROWLING ist ja mittlerweile mit sieben Büchern abgeschlossen ... das Ende vielen (mir noch nicht, da ich bisher kein einziges POTTER-Buch gelesen habe) bekannt. HARRY POTTER AND THE ORDER OF THE PHOENIX war der fünfte Band rund um den heranwachsenden Zauberlehrling HARRY POTTER. Den künstlerischen Höhepunkt der bisherigen Verfilmungen setzte sicherlich Alfonso CUARÓN mit der perfekten Inszenierung des dritten Bandes ... HARRY POTTER AND THE PRISONER OF AZKABAN. Weder Chris COLUMBUS (für die Regie der ersten beiden Teile verantwortlich) noch Mike NEWELL (HARRY POTTER AND THE GOBLET OF FIRE) kamen an die Arbeit von CUARÓN heran. HARRY POTTER AND THE ORDER OF THE PHOENIX ist sicherlich die bisher schlechteste Verfilmung ... auch wenn das nicht unbedingt am Regisseur David YATES liegt. Diverse Kritiken, dass vom Buch der ROWLING nur mehr Bruchstücke übrig geblieben sind, kann ich nachvollziehen, obwohl ich die Bücher nicht kenne. Die Geschichte selbst und somit das Drehbuch von Michael GOLDENBERG empfinde ich zwar als gelungen und interessant. Die Geschichte rund um den Orden des Phönix sowie des Ministeriums für Zauberei hat mir sehr gut gefallen und ist zur Serie passend. Allerdings hatte ich doch hin und wieder das Gefühl, irgend etwas verpasst zu haben. Ein paar Minuten mehr hätten der einen oder anderen Storyline sicherlich für das allgemeine Verständnis (vor allem für Nichtkenner der Bücher wie mich) gut getan. Die Ausstattung empfand ich wieder mal großartig. Mit viel Liebe zum Detail wurde hier in jeder einzelnen Szene gearbeitet. Auch die Darsteller konnten wie immer bisher überzeugen ... mit einer Ausnahme ... und die betrifft leider den Hauptdarsteller Daniel RADCLIFFE. Im Gegensatz zu seinen anderen Kollegen Emma WATSON und Rupert GRINT konnte er sich nicht weiterentwickeln. Die HARRY POTTER-Filme sind düsterer geworden ... trotzdem gefallen sie mir noch immer sehr gut, auch wenn die letzten beiden Teile leider gewaltig nachgelassen haben. HARRY POTTER AND THE ORDER OF THE PHOENIX ist aber bisher der mit Abstand schlechteste Film dieser Reihe.
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Geändert von Jurgy (31.01.2008 um 17:07 Uhr) |
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#179 (permalink) |
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THE DA VINCI CODE: SAKRILEG
(The Da Vinci Code, 2006) Regie: Ron HOWARD Cast: Tom HANKS, Audrey TAUTOU, Ian MCKELLEN, Jean RENO, Paul BETTANY, Alfred MOLINA, Jürgen PROCHNOW ... Link zu meiner DVD-Sammlung Wikipedia (Roman) Wikipedia (Film) Film-Review von MEMENTO Diskussionsthread im Forum IMDb-Rating: 6.5/10 Meine Bewertung: 4,5/5 ![]() An ancient word of wisdom frees this scroll and helps to keep her scatter'd family whole. A headstone praised by templars is the key and atbash will reveal the truth to thee. THE DA VINCI CODE ... Anagramme und Pentagramme, Geheimgesellschaften und Verschwörungstheorien rund um die Kirche und deren Geschichte, Kryptexe und weitere interessante Rätsel ... Spannung von der ersten Seite bis zum Ende ... annähernd 50 Millionen verkaufte Exemplare und über zwei Jahre ununterbrochen in der Bestsellerliste der New York Times ... rasch war den Filmemachern klar, dass sich aus diesem Stoff auch ein toller Film machen lassen würde. Aber mit der weltweiten Kritik der Kirche hat man wohl nicht gerechnet ... aber eigentlich perfekt: Eine bessere und billigere Werbung hätte man sich wohl auch kaum vorstellen können! 758,2 Mio. USD wurden weltweit eingespielt ... ein "paar" DVDs usw. wurden sicherlich auch noch verkauft ... man kann diesen Film somit durchaus (kommerziell) als erfolgreich bezeichnen! Das Buch hab ich damals an nur einem Tag verschlungen und war auch noch danach einige Stunden nicht ansprechbar ... so fasziniert war ich von Dan BROWNs' THE DA VINCI CODE. Natürlich musste ich mir sofort die weiteren Bücher von Dan BROWN besorgen und war nach dem Lesen überrascht, dass diese Bücher bisher unerkannt an mir vorübergezogen sind. Viele Kritiken habe ich über diesen Film gelesen ... einige, die den Film gut bewertet haben ... viele aber sind über diesen Film hergezogen, als wäre der Teufel höchstpersönlich für den Inhalt und die Umsetzung verantwortlich ... waren wohl viele Erzkatholiken darunter Die größte Frechheit aber war die Nominierung der Regiearbeit von Ron HOWARD für die Goldene Himbeere ... das hat er sich definitiv nicht verdient!Mir als Agnostiker (der natürlich auch aus der Kirche ausgetreten ist ... zahl ja nicht dafür, dass unsere Pfaffen uneheliche Kinder in die Welt setzen und vom Kirchenbeitrag die Alimente bezahlt werden) ist die Kirchengeschichte und die Kirche selbst ja völlig wurscht ... und somit auch, ob Dan BROWN nur einen fiktiven Roman geschrieben hat oder seine verwendete Gralstheorie der Wahrheit entspricht. Es zählt einzig und allein, ob mir die Story gefällt und die filmische und künstlerische Umsetzung passt ... und das ist Ron HOWARD beinahe perfekt gelungen. The Holy Grail' neath ancient Roslin waits. The blade and chalice guarding o'er Her Gates. Adorned in masters' loving art, She lies. She rests at last beneath the starry skies. Optisch ist der Film ein wahrer Hochgenuss. Gedreht werden durfte an Originalschauplätzen wie dem Louvre, der Temple Church oder der Rosslyn Chapel. Kameramann Salvatore TOTINO leistete zum wiederholten Male eine hervorragende Arbeit und präsentiert uns einige unvergessliche Einstellungen von diesen fantastischen Originalschauplätzen. Auch die Darsteller wissen mehr als nur zu überzeugen. Hat mir beim ersten Mal ansehen Tom HANKS noch gar nicht gefallen, so hat er mich in der Rolle des Symbologen Robert Langdon mittlerweile beinahe überzeugt. Audrey TAUTOU allerdings spielt grandios und Jean RENO ist sowieso seit LÉON auf die Rolle des undurchsichtigen Franzosen abonniert. Aber alle an die Wand gespielt hat Ian MCKELLEN als Sir Leigh TEABING ... einfach eine grandiose Darstellung einer ganz sicher nicht einfach zu spielenden Rolle. Aber es war leider einfach der falsche Film ... nicht mal beim kleinsten Award gab es auch nur eine Nominierung für die beste Nebenrolle, welche er sich mehr als nur verdient hätte. Einzig allein der Score von Hans ZIMMER ist und bleibt nicht gut genug. Mehr als Durchschnitt kann man diesem Score von der Stange nicht zuerkennen. Aber bei so vielen Scores, welche der 50-jährige Deutsche Jahr für Jahr produziert darf man sich auch nicht wundern, dass meistens nur einfache Kost präsentiert wird. Interessanterweise gibt es aber gerade für den Score gleich fünf Nominierungen (wenn auch keinen Preis) bei diversen Awards ... für mich einfach unverständlich, aber was solls ... Natürlich könnte man noch stunden- und tagelang über die möglichen alternativen Theorien zur vielleicht wahren Geschichte von Jesus und Maria Magdalena diskuttieren ... aber dafür gibt es ja für die Interessierten eh genug Internetseiten! Allerdings auch ausnahmslos Seiten, wo über das Buch und den Inhalt hergezogen wird. Naja ... durch den neuen Papst ist die katholische Kirche eben noch Konservativer geworden und der Stellenwert von Opus Dei ist gewaltig gestiegen ... aber auch das ist eine andere Geschichte ![]() Freue mich jedenfalls schon auf die Verfilmung von ANGELS AND DEMONS, das ja vor THE DA VINCI CODE spielt und für mich eine noch interessantere Thematik behandelt: Wissenschaft und Religion!!! Sehr spannend!!! Tom HANKS wird wieder Robert Langdon spielen und für diese Rolle 110 Millionen Dollar einstreifen!!! Regie wird wieder Ron HOWARD führen, aber leider werden wir uns noch ein Weilchen gedulden müssen ... Kinostart ist erst für den 15. Mai 2009 geplant!!! Vielleicht haben wir etwas Glück und Dan BROWNs neuer Roman erscheint noch vor der Verfilmung des Prequels. Und nach dem fantastischen Erfolg der ersten beiden Bücher rund um Robert Langdon wurde der Vertrag mit Dan BROWN von zwei auf vier Bücher verlängert. Das nächste Buch mit Robert Langdon trägt den Arbeitstitel THE SOLOMON KEY. Ein Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest. In einem Interview sagte BROWN: „Es ist eine thematische Fortsetzung von THE DA VINCI CODE, in der Langdon zum ersten Mal in ein geheimnisvolles Geschehen auf heimischem amerikanischem Boden verwickelt wird. Der neue Roman beschäftigt sich mit der verborgenen Geschichte unserer amerikanischen Bundeshauptstadt.“ Klingt jedenfalls wieder sehr interessant ...
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Geändert von Jurgy (01.03.2008 um 16:22 Uhr) |
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BLOOD WORK
(Blood Work, 2002) Regie: Clint EASTWOOD Cast: Clint EASTWOOD, Jeff DANIELS, Anjelica HUSTON, Wanda De JESUS, Tina LIFFORD ... Link zu meiner DVD-Sammlung Wikipedia IMDb-Rating: 6.2/10 Meine Bewertung: 3,5/5 ![]() Clint EASTWOOD ist und bleibt, was er immer war ... der lonely Cowboy, der alleine sein Glück suchen muss und natürlich am Ende auch findet. Die Geschichte, die uns EASTWOOD mit BLOOD WORK präsentiert hat ist zwar nicht actionreich, aber trotzdem sehr spannend inszeniert. Aber viel Action kann man ja auch von einem Mann nicht erwarten, der permanent den Tod vor den Augen hat. Im Mittelpunkt stehen eben nicht Action und Gewalt, sondern Handlung und Personen ... auch wenn das Drehbuch (oder der Roman?) einige logische Mängel enthält. Die Kameraführung allerdings ist äußerst solide und die Story sehr gut erzählt. Vielleicht ist der Film aber etwas zu lang ...
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