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Alt 06.04.2007, 19:09   #1 (permalink)
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So, ab sofort werde ich hier meine gesehenen Filme kurz kommentieren. Aus Zeitgründen gibt es keine großen Filmkritiken sondern nur persönliche Filmkurzbewertungen, die auch mal von einer "offiziellen Reviewwertung" abweichen können.

zu "moviemaniacs Kinosaal" - meinem TGB-Diskussionsthread
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Alt 06.04.2007, 19:10   #2 (permalink)
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1.) Mr. Bean's Holiday (2007)

Mr. Bean ist zurück und seine Mission führt ihn nach Cannes - eigentlich, um Urlaub zu machen, ungewollt rettet er aber eine Premierenaufführung eines Filmes mit seinen "Urlaubsbildern". Als Fan der Bean-Fernsehserie war ich nach der Sichtung schon "amused", manche Gags waren sehr gelungen, manche nur etwas, insgesamt aber stimmte der Witz. Alles zusammen ist Rowan Atkinsons zweites Leinwandabenteuer als Mr. Bean besser als der erste Kinofilm aber deutlich unter dem Niveau der Serie - Fans können gerne reingehen.
Eine Warnung sei aber angebracht: Dieser Film ist nur in der Originalversion genießbar. Ich hatte das Pech, mir die Synchro antun zu müssen, und die ist mieserabel. Bean spricht zwar im ganzen Film nur wenige Sätze, aber die hätten sie mal besser auf englisch gelassen und untertitelt - dieses deutsche Gebrabbel ist nicht anzuhören.

Endwertung: 2,5/5
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Alt 07.04.2007, 10:48   #3 (permalink)
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2.) 300 (2006)

Comicverfilmungen wirken normalerweise auch wie solche - mit allen damit verbundenen Auswirkungen. Ein Problem haben allerdings Filme, die auf einem Comicbuch basieren, welches seinerseits auf reellen Begebenheiten basiert. Dann wirkt der Film für Nicht-Kenner des Comics nämlich als Realverfilmung und im Fall von 300 als recht dämliche noch dazu.
Hand aufs Herz, was lernen wir aus dem Film? Dass die Spartaner coole Typen sind und die Perser schwule Idioten die sich reihenweise abschlachten lassen und deren metrosexueller Herrscher Sexrex - äääh, Xerxes herumhurt während andere für ihn kämpfen.
Das wars dann auch schon, denn der gesamte Film besteht aus schlechten One-linern und Action. Blutiger, stilisierter, wiederholter Action. Charakterentwicklung? Geschichtliche Abhandlung? Handlung generell? Interessante Subplots? Identifikationsfiguren für den Zuseher? Alles Fehlanzeige, alles nicht vorhanden.
Eines muss man 300 aber lassen: Der Film sieht gut aus und der Stil stimmt, die desaturierten Farben machen Stimmung und manchmal sieht es richtig geil aus, wenn Köpfe rollen. Da liegt aber der Fehler des Filmes begraben. Stil und Action sollen immer unterstützend wirken, in dem Moment, in dem jegliche Substanz verloren geht und Stil sowie Action dominant und selbstzweckhaft eingesetzt werden ist ein Film unwiderbringlich verloren.

Dabei bin ich nichtmal mit großem Anspruch in den Film gegangen ich wollte mich "nur" auf Popcornniveau unterhalten lassen - aber auch diese Erwartung wurde nicht erfüllt, so dämlich war der Film.

The bottom line: Substanzloses CGI-Actiongekloppe

Endwertung: 1,5/5
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Alt 08.04.2007, 13:24   #4 (permalink)
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3.) Revenge of the Pink Panther (1978 )

Peter Sellers als Inspector Clouseau ist einfach immer herrlich anzusehen - auch wenn die Serie mit diesem Teil schon etwas unter den Altersschwächen ewiger Fortsetzungen litt.

Endwertung: 3/5
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Alt 11.04.2007, 11:37   #5 (permalink)
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4.) Trail of the Pink Panther (1982)

Au weh. Das war wohl eine ganz schlechte Idee, aus (nicht nur) entfallenen Szenen früherer Filme nach dem Tod von Sellers noch einen neuen Film zusammenzustoppeln. Der Anfang wirkt konfus und zusammengeschustert, ab der Mitte wird der Film nur durch die Rückblicke etwas besser.
Fazit: Aus dem Material hätte man wohl besser einen klamaukigen (positiv!) Fernsehnachruf für Peter Sellers gemacht, aber als Kinofilm - nein Danke!

Endwertung: 1,5/5
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Alt 11.04.2007, 17:57   #6 (permalink)
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5.) Koroshi no rakuin (1967)
(Branded to kill)



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Hanada Goro (Jo Shishido) ist der drittwichtigste Killer seiner Organisation und wird deshalb auch Nr. 3 genannt. Er führt seine Aufträge präzise, professionell und ohne mit der Wimper zu zucken aus. Wenn er am Abend von seinem Job zurückkehrt, wartet seine Frau Mami Hanada (Mariko Ogawa) bereits auf ihn - ein sexuell schwer zu befriedigendes Biest, welches Hanada aber liebt. Eines Tages aber ändert sich das Leben des Killers schlagartig: Er wurde von der aufreizenden Dame Misako (Annu Mari) angeheuert, einen Mann zu töten - verfehlte aber und nun ist der namenlose, beste Killer der Organisation, Nr. 1, auf ihn angesetzt worden. Ein (nicht nur) psychologischer Kampf auf Leben und Tod der beiden Auftragskiller beginnt...

Was laut Vorstellungen des Nikkatsu-Studios ein simpler Auftragskiller-Actionstreifen hätte werden sollen, verwandelte Regisseur Seijun Suzuki in einen anspruchsvollen und stilvollen Noir-Actionthriller. Dreh- und Angelpunkt von "Branded to Kill" ist dabei die ungewöhnliche Inszenierung. Vor wunderbar ausgestatteten sowie ausgeleuchteten Kulissen gedreht mäandert der Film mit ausgefeilten Schnitten stets zwischen Komik und Dramatik, zu Beginn einer Szene ist kaum ersichtlich in welche Richtung sich diese am Ende entwickeln wird. Von handfester Action über kultigen Slapstick bis hin zu reichlich absurden Szenen ist so ziemlich alles vorhanden. In der letzten halben Filmstunde setzt Suzuki noch einen drauf: Der Showdown zwischen den beiden Killern - ein psychologisches Versteckspiel mit etlichen herrlich skurrilen Momenten - zeigt das Genie des Regisseurs: Perfekt ist die Mischung aus handfester Spannung und witzigen Spielereien mit den Sehgewohnheiten der Zuseher. Wenn Hanada in einem unbewachten Moment die Pistole seines Gegners ergattern kann und sich schon als Sieger wähnt, im Magazin aber anstatt der erhofften Kugeln nur eine geschriebene Botschaft mit Einladung zum finalen Showdown in einer leerten Boxhalle vorfindet, dann findet eine eigentlich entschiedene Situation nur einen unerwarteten Patt-Ausgang. Spätestens beim finalen Endkampf in der Boxhalle, eingehüllt in perfekt durchchoreographierte und ausgeleuchtete Licht-Schatten-Spiele, muss man das Genie des Regisseurs anerkennen, hier stimmt einfach alles.
"Branded to kill" ist sicherlich kein einfacher Film und besonders die erste halbe Stunde fordert vom Zuseher viel Scharfsinn und Denkvermögen, da der Streifen über eine sehr eigensinnige Dramaturgie verfügt und auch die ersten Irrungen und Wirrungen erst einmal als solche erkannt werden müssen. Nach dieser "Einarbeitungszeit" aber bietet sich dem Rezipienten ein ausgefeiltes und scharfsinniges Filmkunstwerk, das förmlich nach mehreren Sichtungen schreit bei denen es immer wieder Neues zu entdecken gibt.


Endwertung: 4/5


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Alt 18.04.2007, 16:25   #7 (permalink)
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6.) Trust the man (2005)



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Tom (David Duchovny) ist Hausmann, der von seiner Ehefrau Rebecca (Julianne Moore) nicht den Sex bekommt, den er will und ein etwas frustriertes Leben führt. Sein bester Kumpel Tobey (Billy Crudup), zugleich der kleine Bruder von Rebecca, ist dabei recht zufrieden mit seiner nunmehr seit 7 Jahren bestehenden Lebensgemeinschaft mit seiner Freundin Elaine (Maggie Gyllenhaal). Elaine ist Kinderbuchautorin und sie würde selbst gerne eine eigene Familie mit Kindern gründen, was Tobey nicht so recht in seine Planung passt. Als dann Tom seine daheim nicht befriedigte Sexualität bei einer Liebschaft auslebt, beginnt der Haussegen bei beiden Pärchen gewaltig schief zu hängen...

Was sich auf den ersten Blick anhört wie eine weitere 08/15-Liebeskomödie von der Stange entwickelt sich dank des Drehbuchs von Regisseur Freundlich in eine tiefer gehende Indie-Dramödie. "Trust the man" tritt nämlich nicht pompös, effektgewaltig und mit Schenkelklopfer-Humor auf wie viele Genrekollegen, sondern er interessiert sich für seine Charaktere, die allesamt etwas Reales und Glaubhaftes an sich haben. Freundlich interessiert sich besonders für die Beziehungen zwischen Mann und Frau, für die verschiedenen Erwartungen, welche beide Geschlechter an den Partner heranbringen und für den Umgang mit nur allzu lebensnahen Problemen und Hindernissen.
Dass es gelingt, diesen Mix auch gekonnt in die Praxis umzusetzen, liegt nach dem Drehbuch aber auch an den Darstellern, die insgesamt sehr glaubhaft, gekonnt und inspiriert agieren. David Duchovny sich als sexverrückten Hausmann vorzustellen, fällt jedem AkteX-Fan vielleicht etwas schwer, tatsächlich aber kann er den Part mit viel Leidenschaft verkörpern, es scheint gar, als würde sich Duchovny seit Langem wieder mal in einer Rolle richtig wohl fühlen. Aber auch Maggie Gyllenhaal als Kinderbuchautorin, die mehr will, Billy Crudup in einer Rolle als unsicherer und sich vor dem Tode fürchtender Tobey und Julianne Moore als Schauspielerin liefern respektable und grundehrliche Leistungen ab - in einer kleinen Nebenrolle ist darüber hinaus auch Eva Mendes zu finden.
So breit gefächert die Thematiken sind, so gut die Darsteller agieren, eine kleine Schwachstelle weist der Film dann doch auf: Der Schluss löst sich etwas zu schnell in Wohlgefallen auf. Dass eine Dramödie dieses Typus in einem Happy End mündet, das ist von der ersten Minute vorherzusehen, wenn aber alle Probleme in einer einzigen Szene ihre einvernehmliche Lösung finden, dann hätte sich der Film doch ein wenig mehr Zeit nehmen dürfen. So glaubhaft der Rest des Filmes sein mag - hier gingen mit dem Regisseur und Drehbuchautor etwas die Pferde durch.
Sicherlich, eine gewisse Affinität zu romantischen Komödien sollte man schon mitbringen, wer diese Voraussetzung erfüllt, wird dafür mit einem gar nicht so oberflächlichen und vergnüglichen Filmabend belohnt.

Endwertung: 3,5/5

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Alt 28.04.2007, 22:44   #8 (permalink)
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7.) The Prestige (2006)

Christopher Nolan beweist wieder einmal sein Talent, packende, scharfsinnig inszenierte und faszinierend ungewöhnliche Filme abzuliefern. Grandios gespielt fesselt so das Duell der beiden Magier an den Bildschirm und lässt kaum Wünsche offen - nur das Geheimnis des Unmöglichen wird für Filmkenner schon viel zu früh verraten, ab der Mitte des Filmes war meine Frage eher, wie der Film es genau auflösen würde und nicht mehr das Rätsel selbst.
Ich sehe mir nur sehr selten Filme mehr als ein Mal an, "The Prestige" ist aber einer derjenigen, die ich noch ein zweites Mal sehen werde, und wenn es auch nur ob der vielen Zeitsprünge ist.

Endwertung: 4/5
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Alt 03.05.2007, 17:42   #9 (permalink)
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8.) Casino Royale (1967)

Hmmm... so recht warm wurde ich mit dem Film nicht. Gut, der Witz war teilweise ganz lustig und die Kombination Niven/Sellers ist höchst interessant, das kann aber nicht über die chaotische Filmstruktur hinwegtrösten. Die Story ist konfus, respektive gar nicht vorhanden, Logikfehler reihen sich aneinander und eine Szene (für Kenner: Die Gedankenmanipulation) ergibt irgendwie gar keinen Sinn - ohne jeden erkenntlichen Grund in den Film eingeschnitten und ohne Erklärung.

Was bleibt: Eine witzige und nett ausgestattete Spionfilm-Persiflage die etwas mehr Feintuning nötig gehabt hätte.

Endwertung: 2,5/5
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Alt 23.10.2008, 16:31   #10 (permalink)
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(Wiederbelebung)

9.) Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Bei der zweiten Sichtung erscheint mir die Geschichte noch seichter als beim ersten Mal. Sicherlich, die ersten drei Teile waren auch nicht besser, aber diesmal kommen noch farblose Charaktere und halblustige One-Liner dazu. Für einen Abend mit mehr als nur einer Person vor dem Schirm ein ganz nettes, flottes, kurzweiliges Filmchen aber auch nicht viel mehr.

3/5

DVD-Review mit Filmkritik von Florian Widegger
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Alt 07.11.2008, 00:16   #11 (permalink)
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10.) Bond 22

War ein wirklich guter Film. Als Bond-Film mittelmäßig, aber als Action-Thriller wirklich nett. Die harte Action (teilweise sehr, sehr schnell geschnitten und an anstrengend grenzend) macht die dünne Story, die ganz ohne Wendungen auskommt, wieder wett.
Absolut unterste Schublade ist allerdings der Bond-Song (da wäre mir die Vergorenerebensaft-Hütte, äh, Winehouse lieber gewesen), so ein Schwachsinn ist mir schon längere Zeit nicht mehr an die Ohren gedrungen und auch die Animationen während des Songs sind uninspiriert, billig und mehr einschläfernd denn interessant.

Dennoch ein ganz gutes Filmchen.

3,5/5
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Alt 03.02.2010, 20:03   #12 (permalink)
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11.) Dresden

Ein Prestigeprojekt des deutschen Fernsehens war dieser Film im Jahre 2005. Soso. Filmwissenschaftlich betrachtet ein sehr interessanter Film (besonders, wenn im Kontext von Aufarbeitungsfilmen betrachtet), ansonsten aber maximal durchschnittlich. Kurz beschrieben ist der Film ein auf drei Stunden ausgedehntes Rosamunde Pilcher-Melodram welches das Schicksal der Stadt Dresden auf zwei Personen - einer Krankenschwester und einem über feindlichem Gebiet abgestürzten englischen Bomberpiloten - projiziert. Dazu nehme man Explosionen und sonstiges Brimborium, eine kleine Detektivgeschichte von SOKO-Niveau und zahllose Archivfilmschnipsel welche nahtlos in den Film eingebaut wurden. 2005 wurde der Film groß gefeiert und gerühmt - ich kann mich diesem Urteil nicht anschließen. Es ist und bleibt eine 08/15-Schmonzette mit geschichtlich angehauchtem Hintergrund. Die DVD ist darüber hinaus qualitativ schlecht mit einem sehr weichen Bild und einem Fehler beim Setzen des anamorphen Flags.

2,5/5
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